Index liegt bei 94,2 Punkten
US-Verbraucherstimmung schlechter als erwartet

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist im Mai nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan unverändert geblieben und fiel damit aber schlechter als erwartet aus.

HB NEW YORK. Die Hinweise auf verhaltene Konsumbereitschaft der Amerikaner haben am Freitag die Inflationsängste und damit auch die Erwartungen auf bald steigende US-Zinsen gedämpft. Der Dollar, der von höheren US-Zinsen profitieren würde, fiel gegenüber dem Euro zurück.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan lag im Mai, wie im April, bei 94,2 Punkten, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Befragte Volkswirte hatten demgegenüber im Schnitt mit einem Anstieg auf 96,5 Zähler gerechnet. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Gesamtleistung der weltgrößten Volkswirtschaft aus. „Michigan ist etwas unter den Erwartungen ausgefallen. Der Dollar könnte etwas zurückfallen, insbesondere gegenüber zinsempfindlichen Währungen“, sagte Daniel Katzive.

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen war der Euro zur US-Währung auf Kurse knapp über 1,19 Dollar von zuvor 1,1840 Dollar gesprungen. Im weiteren Verlauf lag der Kurs bei rund 1,1880 Dollar. Einige Händler hatten bereits fest mit einer Anhebung des als Schlüsselzins geltenden Zielsatzes für Tagesgeld um 50 Basispunkte beim Treffen des geldpolitischen Entscheidungsgremiums der Fed Ende Juni gerechnet. Nach den schwachen Daten zum Verbrauchervertrauen haben viele ihre Erwartung nun aber auf eine Zinserhöhung von 25 Basispunkten reduziert. Höhere Zinsen in den USA würden die Differenz zu Europa verringern und damit den Dollar als Anlagewährung wieder attraktiver machen. Derzeit liegt der US-Schlüsselzins mit 1,00 % auf dem niedrigsten Niveau seit 1958, der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) beträgt 2,00 %.

Von den Inflationsdaten für April kamen keine eindeutigen Impulse. Die US-Verbraucherpreise stiegen insgesamt im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 % weniger stark als erwartet. In der viel beachteten Kernrate zogen sie aber wieder deutlicher um 0,3 % an.

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