Index
Stimmung in der Euro-Zone stabilisiert sich

Die Wirtschaftsstimmung im Euro-Raum hat sich im Mai – entgegen der Erwartungen von Bankvolkswirten – nicht weiter verschlechtert. Davor war der von der EU-Kommission berechnete Index 13 Monate in Folge gesunken. Mit erneut 97,1 Punkten unterschreitet er aber weiter seinen langjährigen Durchschnitt von 100 Punkten. In Deutschland ist die gesamte Wirtschaftsstimmung erneut besser als in den anderen großen Euro-Ländern.

ari DÜSSELDORF. Während der Indikator für das Industrievertrauen überraschend stabil bei minus zwei Punkten lag, wuchs die Zuversicht bei Dienstleistern, im Einzelhandel und am Bau. Lediglich die Verbraucher wurden pessimistischer, dieser Indikator sank um drei auf minus 15 Punkte. Die Konsumenten sorgen sich verstärkt um ihre Arbeitsplätze. Offenbar nicht ganz unbegründet: Denn die Beschäftigungsbereitschaft hat sich in der Industrie und im Einzelhandel abgeschwächt, bei den Dienstleistern und in der Bauwirtschaft hingegen verstärkt.

Zudem rechnet die EU-Kommission damit, dass die Industrieaktivität im zweiten Quartal weiter nachlässt, obwohl sich das dafür berechnete Geschäftsklima im Mai leicht erholt hat. Der Grund: Mit 0,54 nach 0,43 Punkten liegt der Index deutlich unter den bereits gesunkenen Werten der ersten drei Monate.

Deutlich verbessert hat sich demgegenüber der Vertrauensindikator für den Finanzssektor in der Euro-Zone, der seit April 2006 erhoben wird. Er kletterte von seinem Tiefststand von acht Punkten im April auf 20 Punkte im Mai. Geschäftsentwicklung und Nachfrage wurden deutlich besser beurteilt als in den beiden Vormonaten.

In Deutschland ist die gesamte Wirtschaftsstimmung erneut besser als in den anderen großen Euro-Ländern. Der Index stieg leicht von 102,8 auf 103 Punkte. Laut Kommission liegt der Index für die Wirtschaftsstimmung in den großen EU-Ländern derzeit nur in Deutschland und Polen über seinem langjährigen Mittelwert.

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