Indikator für die Entwicklung der Konsumausgaben
US-Verbraucher verlieren Vertrauen

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes ist im Juli angesichts der weiterhin angespannten Lage am Arbeitsmarkt überraschend gesunken.

rtr/dpa NEW YORK. Die am Dienstag veröffentlichten Daten des privaten Forschungsinstituts Conference Board fielen deutlich schwächer aus als an den Finanzmärkten erwartet. Die Zahlen sorgten für deutliche Kursverluste an den Börsen in den USA und Europa und drückten den Dollar.

Der Index des Verbrauchervertrauens fiel im laufenden Monat auf 76,6 von 83,5 Punkten im Juni, wie das Conference Board mitteilte. Analysten hatten demgegenüber einen Anstieg auf 85,0 Punkte erwartet. „Die steigende Arbeitslosigkeit und das Gefühl, dass eine Trendwende am Arbeitsmarkt nicht absehbar bevorsteht, haben dazu beigetragen, dass die Stimmung der Konsumenten in diesem Monat gedämpft wurde“, sagte Lynn Franco, Verbraucher-Experte beim Conference Board. Volkswirt David Watt von BMO Nesbitt Burns nannte die Zahlen enttäuschend. „Wir hofften, dass die Trendwende am Aktienmarkt zu einem höheren Vertrauen führt“, sagte er. Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr haben die US-Börsen seit Mitte März kräftig nach oben getrieben.

Der Verbrauchervertrauensindex gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Der Erwartungsindex des Conference Board ging im Juli den Angaben nach auf 86,4 Zähler zurück von revidiert 96,4 Punkten. Der Index der gegenwärtigen Bedingungen fiel auf 61,9 nach revidiert 64,2 Zählern.

Nach Veröffentlichung der Daten rutschten die Kurse an der Wall Street deutlich ins Minus. Auch der Deutsche Aktienindex in Frankfurt drehte in die Verlustzone. Der Euro schnellte um mehr als einen viertel US-Cent deutlich über 1,15 Dollar hoch. Auch die Kurse der Staatsanleihen zogen kräftig an.

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