Indikator für Inflation
Großhandelspreise schnellen nach oben

Der Großhandel hat seine Preise im Juni so stark angehoben wie seit über 26 Jahren nicht mehr. Die Entwicklung gilt als Indikator für die künftige Inflation.

HB BERLIN. Die Preise stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag um durchschnittlich 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rasant steigende Nahrungsmittel- und Energiepreise sorgten für die höchste Teuerungsrate seit Januar 1982, als die Großhandelspreise um 9,5 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Mai zogen die Preise um 0,9 Prozent an. Analysten hatten mit den Zahlen gerechnet.

Die Preisentwicklung im Großhandel gilt als Indikator für die künftige Inflation, weil der Einzelhandel einen Teil seiner gestiegenen Einkaufskosten an die Verbraucher weiterreicht. Besonders deutlich verteuerten sich binnen Jahresfrist Getreide, Saaten und Futtermittel mit 27,9 Prozent. Die weltweit steigende Nachfrage, Ernteausfälle und die zunehmende Nutzung von Agrarprodukten für die Herstellung von Biosprit gelten als Grund für die Preisexplosion.

Milch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette kosteten 13,5 Prozent mehr. Für feste Brennstoffe und Mineralölprodukte wurde fast ein Viertel mehr verlangt. Bei Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze erhöhten sich die Preise um 11,2 Prozent.

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