Indikator für Inflationsentwicklung
Preisauftrieb im Großhandel schwächt sich deutlich ab

Der Preisauftrieb im deutschen Großhandel hat sich im August unerwartet deutlich abgeschwächt. Die Daten sind ein wichtiger Indikator für die künftige Inflationsentwicklung.

HB BERLIN. Die Preise lagen um 7,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist der geringste Anstieg seit April. Im Juli hatte es mit 9,9 Prozent noch das höchste Plus seit Ende 1981 gegeben. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang der Teuerungsrate auf 8,8 Prozent gerechnet.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise um 1,8 Prozent und damit deutlicher als erwartet. Billiger wurden vor allem Benzin, Diesel und andere Mineralölprodukte sowie Kohle und weitere feste Brennstoffe. Sie kosteten im Schnitt 7,4 Prozent weniger als im Juli. Auch Obst, Gemüse und Kartoffeln verbilligten sich mit 3,1 Prozent deutlich.

Die Preise im Großhandel gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung, weil der Einzelhandel und andere Abnehmer einen Teil der Preisveränderungen an die Verbraucher weiterreichen.

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