Industriepolitik
Die Wiederentdeckung der Konzerne

In den Reihen der Politik steigt die Aufmerksamkeit für die Industrie. Schlüssel- und Zukunftstechnologien sollen weiterhin das Wachstum in Deutschland sichern.
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BerlinFür Christian Lindner gehören die 16 000 Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen zu den wichtigsten Treibern von Fortschritt, Innovation und Wachstum. „Wenn wir Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen wollen, muss der Industriestandort aktiv gefördert und darf nicht durch Blockaden und industriefeindliche Ideologie ausgebremst werden“, sagte der FDP-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl dem Handelsblatt.

Bereits am 1. Mai will Lindner deshalb mit dem früheren Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement in Essen ein gemeinsames Konzept vorstellen. Das Papier trägt den Titel: „Energie, Industrie, Arbeitsplätze – Zukunft für ein starkes NRW“. Im Zentrum stehen große Infrastruktur- und Kraftwerksprojekte. „Neue Dynamik bekommt NRW durch einen raschen Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, durch den Bau neuer und moderner Kraftwerke sowie die Erweiterung des Stromnetzes“, sagte Lindner.

Der Vorstoß aus Düsseldorf verschärft eine Debatte, die in Berlin längst heftig geführt wird. Nach Informationen des Handelsblatts will Bundeskanzlerin Angela Merkel die Industriepolitik zu einem Schwerpunkt ihrer restlichen Amtszeit machen. SPD-Oppositionsführer Frank-Walter Steinmeier hat Anfang April ein Papier für eine europäische Industriepolitik vorgelegt, nachdem er ein ähnliches Konzept bereits für Deutschland entwickelte.

Die hektische Betriebsamkeit der Politik kommt nicht von ungefähr. Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), schätzte diese Woche auf der Hannover Messe die wirtschaftlichen Aussichten zwar optimistisch ein, warnte jedoch vor der Konkurrenz der Schwellenländer wie China und Wachstumsbremsen durch die stockende Energiewende. Die Industrie setze auf Erholung im zweiten Halbjahr. Allerdings sei die Entwicklung in den einzelnen Branchen unterschiedlich, sagte Keitel.

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Politik und Wirtschaft müssen enger zusammenrücken

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  • Die Kanzlerin ist doch mit ihrem Physikstudium die einzige die überhaupt versteht was in F&E Abteilungen der globalen Industrie abgeht. Gut, im BWL Bereich Staats- Controlling und Finanzen zeigen sich noch Schwächen. VWLer scheinen für diese Position wohl eher ungeeignet. Aber wer kommt bloß danach? Oberschullehrer Siggi, der Clown aus Rom, oder Lindner der neue "ordo-liberale" Energieexperte, der keine Ananas in der Arktis züchten will?

  • Wirtschaftsfreundliche Politik ist ja schön und gut doch was die schwarz-gelbe Koalition bisher zustande gebracht hat dient nicht der deutschen Wirtschaft, die ist nämlich mittelständisch geprägt, die Konzerne sind da eher die Ausnahme. Auch der Arbeitsmarkt wird vom Mittelstand dominiert nur fällt es eben weder den Politikern noch den Medien auf wenn mal ein Mittelständler Stellen streicht.
    CDU und FDP sorgen sich mehr um die Genesung der Finanzwirtschaft, von der nur die oberen zehntausend profitieren, als um eine solide Mittelstandspolitik, von der ganz Deutschland profitieren würde.

  • Wieso denke ich dabei an Ausnahmeregelungen beim Strom und andere Subventionen an Unternehmen, anstatt wirklich in die Infrastruktur zu investieren......

    So wie sich die Politik verhält, wird beim Strom eh noch +14% drauf geschlagen werden. und beim Benzin werden wir auch bald die 1,90 kratzen...wo sind die Lieferunternehmen die ihre LKW's mit Hybrid/Gas/Elektro betreiben? Nein, da kommen ja die "Riesen-tonner" ....

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