Inflation bleibt niedrig Heizen immer billiger, Käse teurer

Die Verbraucherpreise stiegen im September erneut nur um 0,8 Prozent. Heizöl und Sprit wurden deutlich günstiger. Teurer wurden Lebensmittel – teilweise gab es erhebliche Preisaufschläge.
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Die Inflationsrate bleibt niedrig: Besonders leichtes Heizöl kostete im September weniger. Quelle: obs

Die Inflationsrate bleibt niedrig: Besonders leichtes Heizöl kostete im September weniger.

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BerlinBilligeres Öl hält die Inflationsrate in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Teuerungsrate verharrte damit den dritten Monat in Folge auf diesem Niveau. Noch niedriger lag sie zuletzt im Februar 2010, als die Wirtschaft mit den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hatte.

„Wie in den Vormonaten dämpfte insbesondere der Preisrückgang der Mineralölprodukte die Teuerung“, erklärten die Statistiker. Leichtes Heizöl kostete 7,9 Prozent weniger als im September 2013, Kraftstoffe verbilligten sich um 4,1 Prozent. Grund sind weltweit fallende Ölpreise wegen der schwachen globalen Konjunktur.

Strom verteuerte sich dagegen um 1,8 Prozent. Lebensmittel kosteten durchschnittlich 0,9 Prozent mehr. Deutlich mehr verlangt wurde für viele Molkereiprodukte: Schnittkäse verteuerte sich um 14,1 Prozent, Quark um 13,9 Prozent und Sahne um 7,4 Prozent. Auch für Süßwaren und Fisch mussten Verbraucher tiefer in die Taschen greifen. Erheblich günstiger war hingegen Butter, die sich um 13,6 Prozent verbilligte. Weniger mussten Verbraucher auch für Gemüse (1,5 Prozent) und Obst (1,9) bezahlen.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die anhaltend niedrige Inflation in Deutschland und der gesamten Euro-Zone Kopfschmerzen. Sie spricht nur bei Werten knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front in der Euro-Zone zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Inflation niedrig bleiben wird. Für dieses Jahr erwartet sie eine durchschnittliche Teuerungsrate von 1,1 Prozent. 2015 soll sie auf 1,6 Prozent steigen. „Die deutlichen Einkommenssteigerungen führen in Verbindung mit einer moderaten Preisniveauentwicklung zu einer steigenden realen Kaufkraft“, sagt die Regierung in ihrer neuen Prognose voraus.

  • rtr
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7 Kommentare zu "Inflation bleibt niedrig: Heizen immer billiger, Käse teurer"

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  • wie, Molkereiprodukte - Käse etc ist teurer geworden???

    da sagt dieser Handelsblattbericht vom 10.10 aber etwas ganz anderes aus:
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/aldi-verkauft-bis-zu-einem-fuenftel-billiger-discounter-senken-preise-drastisch/10825454.html

    und jeder kann selbst die Preise überprüfen - welcher Käse wurde denn nu teurer??

  • Das Bundesamt veröffentlich nur Zahlen die der Regierung angenehm sind, ob sie stimmen oder nicht.
    Wer bestimmt denn, was in den sog. Verbraucherkorb kommt??

  • FALSCH. Die ursprüngliche Definition zielt nicht auf 2% Inflation p.a. hin, sondern sie erlaubt max. 2%, Preisstabilität ist das natürlich nicht, auch wenn das hier so fälschlicherweise geschrieben wird. Das EUR-System inkl. der EZB ist leider auf einem denkbar schlechten Fundament errichtet worden, einem aus Unwahrheit und Misstrauen (Frankreichs ggü. Deutschland), und vor allem gegen allen Sachverstand.

    Und es wird immer klarer, dass uns der EUR richtig teuer zu stehen kommt. Wie konnte das nur passieren?

    Was sagt Ex-Bundesbanker Prof. Nölling:
    https://www.youtube.com/watch?v=eKxzGTwAqOQ

  • "...Käse teurer..."

    Der Käse, den Merkel, Schäuble, Gabriel und Steinmeier die letzten Wochen angerichtet haben, wird uns kurzfristig noch viel teurer kommen.

  • Ich erinnere mich an Gespräche mit Berliner Politikern in 2001 bis 2003 die Ölpreise mit russischer Unterstützung unter 25 USD/Barrel festzuzurren. Es war der damalige Widerstand der Rot/Grünen-Regierung, die dies verhinderte.

    Recherchieren Sie einmal nach den Nebentätigkeiten und Nebeneinnahmen von Gerhard Schröder, Joshka Fischer und Rezzo Schlauch. Dann erfahren Sie mehr zum Thema.

  • Was der Mensch zum Leben braucht…Heizöl und Sprit ;–))

  • Deutlich mehr verlangt wurde für viele Molkereiprodukte: Schnittkäse verteuerte sich um 14,1 Prozent, Quark um 13,9 Prozent und Sahne um 7,4 Prozent.-----
    Erheblich günstiger war hingegen Butter, die sich um 13,6 Prozent verbilligte.-----
    Verseh ich nicht, woher kommt die Butter??

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