Inflation: Preise für Obst und Gemüse ziehen auf breiter Front an

Inflation
Preise für Obst und Gemüse ziehen auf breiter Front an

Trotz des Aufschwungs bleibt der Preisdruck in Deutschland niedrig: Die Lebenshaltungskosten stiegen im September zum Vorjahr zwischen 1,0 und 1,5 Prozent, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten aus Sachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen hervorgeht.
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HB BERLIN. Kräftig verteuert hat sich allerdings Heizöl, für das beispielsweise die Bürger in Hessen fast ein Viertel mehr aufwenden mussten als im Vorjahr. Auch für Obst und Gemüse zogen die Preise auf breiter Front an.

Das Statistische Bundesamt wollte im Verlauf des Tages die deutschlandweiten Daten veröffentlichen, für die Analysten mit einem Anstieg um 1,2 Prozent rechnen. Im August lag die Jahresteuerung bei 1,0 Prozent und damit weit unter der von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegebenen Zielmarke für mittelfristig stabile Preise von 2,0 Prozent.

Von August auf September fielen sogar in vielen Bundesländern die Lebenshaltungskosten ein wenig: In Brandenburg waren die Preise um 0,3 Prozent niedriger als im Vormonat, in Hessen betrug der Rückgang 0,1 Prozent. Insbesondere die Miete für Ferienwohnungen verbilligte sich, während die Bürger für Bekleidung und Schuhe sowie Heizöl tiefer in die Tasche greifen mussten.

Experten gehen davon aus, dass die Jahresteuerung trotz der gut laufenden Konjunktur vorerst moderat bleiben wird. "Der Arbeitsmarkt kriegt zwar die Kurve, aber einen Lohndruck können wir nicht erkennen, und auch die Nachfrage der Konsumenten ist nicht so stark, dass die Firmen ihre Preise anheben können", sagt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. "Die Inflation stellt für die kommenden ein bis zwei Jahre kein Problem dar", meint auch Ökonom Simon Junker von der Commerzbank.

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