Inflationsdruck
Experten erwarten EZB-Zinserhöhung im Juli

Die Europäische Zentralbank dürfte die Leitzinsen nach Ansicht von Experten im Juli erneut anheben. Gleichzeitig wächst die Forderung nach einer Rückkehr zu einer normalisierten Geldpolitik in der gesamten Euro-Zone.
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Berlin

Trotz der eskalierenden Schuldenkrise in Griechenland stellt die Europäische Zentralbank (EZB) voraussichtlich die Weichen für die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr. Wegen des anhaltend hohen Inflationsdrucks in der Euro-Zone dürfte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der Rats-Sitzung am Donnerstag das Signal für eine geldpolitische Straffung um einem Viertelprozentpunkt im kommenden Monat geben.

"Wir werden darauf achten, ob er mit dem Begriff "hohe Wachsamkeit' auf eine weitere Erhöhung im Juli hindeutet", sagte Mark Miller von Lloyds Banking Group. Er ist wie die übrigen von Reuters befragten Experten jedoch überzeugt, dass die Frankfurter Währungshüter am 9. Juni zunächst stillhalten und den Leitzins von 1,25 Prozent beibehalten werden.

Trichet & Co. hatten im April trotz der schwelenden Staatsschuldenkrise die Wende gewagt und den Schlüsselzins um einen Viertelprozentpunkt auf 1,25 Prozent heraufgesetzt. Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Mai leicht auf 2,7 Prozent zurückgegangen, liegt damit aber noch weit über der mittelfristigen Stabilitätsmarke der EZB von knapp zwei Prozent.

Den Boden für eine weitere vorsichtige Straffung der Geldpolitik könnten die neuen Schätzzahlen der EZB für das Wachstum und die Inflation im Euroraum bereiten. "Die EZB dürfte ihre bisherige Inflationsprojektion mit dem Mittelwert von 2,3 Prozent inzwischen als zu niedrig erachten", meint Ökonom Heinrich Bayer von der Postbank. Er rechnet mit einer deutlichen Aufwärtsrevision.

Auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer hält es für wahrscheinlich, dass der frisch gekürte Karlspreisträger Trichet nicht vor dem Codewort "hohe Wachsamkeit" zurückschrecken wird. Dabei muss er jedoch die Staatsschuldenkrise mit im Blick halten. Denn jede Zinserhöhung belastet auch die Hochdefizit-Staaten am Rande der Euro-Zone.

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  • So flexibel,daß ich wieder vom Dollar in den Euro wechsele dann auch nicht.

  • So ändern sich die Zeiten, ein Novum.
    Eine Zentralbank die ihrem Volk mit allen existierenden Mitteln eine nicht existierende Inflation weismachen will.
    Was macht man nicht alles um die Währung, deren Sicherheit Frau Merkel am Herzen liegt, werthaltig zu erhalten.
    Da macht es auch keine Probleme dem Dummichel halt über erhöhte Zinsen die USA Kreditderivateverluste und die Euro Anleiheverluste bezahlen zu lassen. Das Merkt der Depp sowieseo nicht.

    Klasse, aber kein Problem, ich bin flexibel.

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