Inflationsgefahren
Britische Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die Bank von England hat am Donnerstag den Leitzins für Großbritannien bei fünf Prozent belassen. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet, da die Inflation auf der britischen Insel zuletzt auf drei Prozent geklettert war und damit klar über dem Zielwert der Währungshüter liegt.

HB LONDON. Dies setzte die Notenbanker um Mervyn King massiv unter Druck und brachte sie in die Zwickmühle. Die Londoner Zentralbank hatte nämlich den Leitzins zuletzt im April und zuvor im Februar um jeweils 25 Basispunkte gesenkt, um die von der Finanzkrise und Problem am britischen Immobilienmarkt kräftig in Mitleidenschaft gezogene Konjunktur zu stützen.

Die OECD hatte erst am Mittwoch empfohlen diesen Kurs fortzusetzen, da die Konjunktur des Landes stärker schwächeln werde als im Durchschnitt der 30 OECD-Länder.

Auf der anderen Seite kann die Bank von England eine Teuerung um die drei Prozent nicht tolerieren. Entsprechend waren immer mehr Experten zuletzt von ihrer Einschätzung abgerückt, dass King seinen konjunkturstimulierenden geldpolitischen Kurs werde fortsetzen können.

Inzwischen zweifeln manche Auguren sogar daran, dass die Zinsen in Großbritannien in diesem Jahr überhaupt noch weiter sinken, weil die durch den hohen Ölpreis und die Verteuerung vieler Lebensmittel angeheizte Inflation nicht so schnell sinken dürfte.

Antworten auf die vielen offenen Fragen könnte Gouverneur King am kommenden Dienstag geben. Dann steht eine Grundsatzrede des Zentralbankchefs auf dem Programm.

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