Inflationsrate
Das Leben im Euro-Raum wird immer teurer

Hohe Benzin- und Nahrungsmittelpreise haben die Inflation im Eurogebiet auf den höchsten Stand seit sechs Jahren getrieben. Analysten hatten mit geringeren Werten gerechnet. Die aufgeflackerte Inflation stellt die Europäische Zentralbank vor erhebliche Probleme.

HB LUXEMBURG/BRÜSSEL. Die jährliche Rate stieg im November auf 3,0 Prozent nach 2,6 Prozent im Vormonat, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mit. Laut Eurostat ist die Jahresinflation auf dem höchsten Stand seit Mai 2001 angelangt; damals habe der Wert 3,1 Prozent betragen. Die Entwicklung in Europa kommt allerdings nicht überraschend: Das Statistische Bundesamt hatte bereits zu Wochenbeginn für Deutschland einen November-Wert von 3,0 Prozent mitgeteilt. Details zu Europa will Eurostat am 14. Dezember mitteilen.

Die aufgeflackerte Inflation stellt die Europäische Zentralbank vor erhebliche Probleme, denn Preisstabilität ist im gemeinsamen Währungsgebiet nur bei Raten von bis zu oder nahe 2 Prozent gewährleistet. Die Zentralbank hatte angesichts der Finanzmarktkrise und des starken Euro zuletzt auf Leitzinserhöhungen verzichtet; der wichtigste Leitzins liegt weiterhin bei 4 Prozent.

Unlängst hatte sich der Vorsitzende der Finanzminister des Euro- Gebiets, der luxemburgische Premier und Ressortchef Jean-Claude Juncker, sehr besorgt über die Inflationsentwicklung gezeigt. Die Sicherung der Preisstabilität sei eine Schlüsselfrage, hatte er gesagt. Juncker dürfte mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets am Montag nächster Woche (3. Dezember) in Brüssel über die Inflation sprechen, berichteten Diplomaten in Brüssel.

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