Inflationsrisiken „eindeutig gestiegen“
Fed-Mitglied schließt Zinserhöhung nicht aus

Angesichts der jüngsten Konjunkturdaten in den USA ist nach Ansicht von Fed-Mitglied Janet Yellen eine Straffung der Geldpolitik etwas wahrscheinlicher geworden. Die Fed könne nicht bloß hoffen, dass die Inflation von alleine zurückginge, sagt sie.

HB LA JOLLA. Über den möglichen Zeitpunkt einer Zinserhöhung wollte Yellen bei einer Fragerunde an der Universität von Kalifornien in San Diego allerdings keine Aussage treffen. Die Fed könne jedenfalls nicht bloß hoffen, dass die Inflation von alleine zurückginge, sagte Yellen. Deshalb müssten sich die US-Notenbanker auf schwere Entscheidungen gefasst machen.

Die jüngsten Konjunkturdaten deuteten daraufhin, dass sich die Wirtschaft etwas besser entwickle als erwartet und ein zweites Konjunkturprogramm der Regierung wohl nicht notwendig sei. Die Inflationsrisiken seien aber "eindeutig gestiegen".

Die Federal Reserve werde die Entwicklungen genau verfolgen und gegebenenfalls handeln. "Wir können und werden die Entwicklung einer Lohn-Preis-Spirale nicht zulassen", sagte die Präsidentin der San Francisco-Fed. Grund für die zuletzt enttäuschenden US-Teuerungsdaten sei der Anstieg der Rohstoffpreise. Sollten sich dahinter Angebots- und Nachfrageprobleme verbergen, dürfte sich die Lage hier nicht allzu schnell ändern, sagte die Notenbankerin.

Zu den Risiken für das Wachstum zählt Yellen den Häusermarkt und den Finanzsektor. Die Hauspreise und Bauausgaben werden ihrer Meinung nach noch bis weit in das Jahr 2009 hinein fallen. Mit Blick auf die Finanzmärkte erklärte sie zudem, die Lage könne sich womöglich noch verschlimmern, bevor sich eine Besserung abzeichne. Die Finanzmärkte seien zwar nicht mehr unter so hohem Druck wie noch im März, aber sie arbeiteten nach wie vor nicht effizient.

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