Inlands-Konjunktur
Insolvenzverfahren gegen Private nehmen deutlich zu

Die Zahl der Selbständigen und Privaten, die im vergangenen Jahr in die Insolvenz schlitterten, stieg im vergangenen Jahr um ein Drittel. Geschickte Anreize der Banken und Einzelhändler lockten viele Leute an, die mit Geld nicht richtig umgehen könnten, sagt der Verband der Insolvenzverwalter.

HB DÜSSELDORF. Die privaten Insolvenzen in Deutschland sind 2005 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf schätzungsweise 66 400 Fälle gestiegen. „Hinzu kommen noch eine große Anzahl von Insolvenzverfahren ehemaliger Selbstständiger“, sagte der Vorsitzende des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) Siegfried Beck am Montag in Köln in einem dpa-Gespräch. Die Zahl der gewerblichen Insolvenzen ist 2005 leicht um 2000 auf knapp 38 000 Fälle gesunken.

Beck, der selber Insolvenzverwalter in Nürnberg ist, sieht zwei Ursachen für die gestiegenen Insolvenzen von Privatpersonen. „Es gibt hohe Anreize zum Konsumverhalten, beispielsweise Ratenzahlungen oder Ähnliches. Viele Menschen können damit nicht umgehen, setzen auf die Zukunft und verschulden sich“, sagte Beck. Als zweite Ursache für solche privaten Insolvenzen nannte Beck „Lebensschicksale“. „Das können Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidungen sein“, meinte der Experte.

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