Inlandsnachfrage
Bauboom hält an

Der milde Winter hat nicht nur für die deutschen Landwirte maßgebliche Folgen nach sich gezogen - auch für die hiesige Bauindustrie. Zum Jahresbeginn verbuchte die Branche ein sattes Plus. Gleichzeitig steigen die Preise so stark wie seit 1992 nicht mehr.

doh DÜSSELDORF. Die Investitionen der Baubranche sind im ersten Quartal diesen Jahres preisbereinigt um 15,3 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2006 geklettert. Das ergeben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. Saison- und kalenderbereinigt war das ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2006, meldete die Behörde am Dienstag.

Der Bausektor konnte im vergangenen Jahr nach einer jahrelangen Talfahrt erstmals wieder deutlich steigende Investitionen verzeichnen. Dass der Boom des Vorjahres auch zu Jahresbeginn 2007 anhält, hat mehrere Ursachen. Maßgeblich trug "die gute Witterung" seit Jahresbeginn dazu bei, kommentierten die Bundesstatistiker. Auf Baustellen sei es dadurch kaum zu Einschränkungen der Bautätigkeit gekommen, wovon der Tiefbau in besonderem Maß profitiert habe: Der öffentliche Tiefbau stieg gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 37,5 Prozent, der gewerbliche Tiefbau nahm um 20,5 Prozent zu.

Auch im Hochbau kletterten die Bauinvestitionen weiter an. Der Wohnungsbau lag preis­bereinigt um 14,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Nichtwohnungsbau betrugen die Zuwächse des öffentlichen Hochbaus 16,2 Prozent, der gewerbliche Hochbau stieg um 11,4 Prozent.

Der Bau boomte zuletzt nicht nur - gleichfalls zogen die Preise auch weiter an. Sie lagen im ersten Quartal 2007 um 6,8 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr des Vorjahres. Aus Sicht der Behörde war dieser "starke Anstieg teilweise auch auf die Erhöhung der Umsatzsteuer zum 1. Januar 2007 zurückzuführen". Ein ähnlich hoher Preisanstieg sei letztmalig - begünstigt durch den Bauboom nach der deutschen Vereinigung - 1992 verzeichnet worden.

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