Institut sieht fehlendes Vertrauen in die Politik
HWWA: Kein nachhaltiger Impuls für den Arbeitsmarkt

Die Wirtschaftsforscher des Hamburgischen Wirtschaft-Archiv (HWWA) in Hamburg bleiben für 2004 bei ihrer Wachstumsprognose von 1,5 Prozent. Das Wachstum reiche noch nicht, um einen nachhaltigen Impuls für den Arbeitsmarkt zu geben, sagte der Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschaftsarchivs, Thomas Straubhaar, am Dienstag

HB HAMBURG. Weiter sprach er von einer realistischen Prognose, den Optimismus seiner Kollegen anderer Institute, die ein höheres Wachstum erwarten, teile er nicht. „Wenn es Deutschland nicht gelingt, Wachstum in Beschäftigung umzumünzen, dann werden wir nicht vom exportgetriebenen Wachstum wegkommen“, so Straubhaar.

Hauptgrund sei die Verunsicherung von Unternehmen und privaten Haushalten durch die Finanzpolitik. "Der von der Agenda 2010 und der Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik erhoffte Vertrauensgewinn ist bisher ausgeblieben und das derzeitige Hin und Her ist schwerlich dazu angetan, das Vertrauen in die Politik zu stärken, sagte der Leiter Internationale Makroökonomie beim HWWA, Eckhardt Wohlers.

Getragen werde der Aufschwung vom Export, die Binnennachfrage werde "allmählich etwas an Fahrt gewinnen", erklärte Wohlers weiter. Der private Verbrauch werde bei "tendenzieller Aufhellung der Beschäftigungsaussichten" wieder leicht zunehmen. Die Prognose für das Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das laufende Jahr in Höhe von 1,5% wurde vom Institut bekräftigt, für 2005 zeigen sich die Wirtschaftsforscher mit einem Plus von 1,4% aber relativ pessimistisch.

Seite 1:

HWWA: Kein nachhaltiger Impuls für den Arbeitsmarkt

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%