Institution legt Bericht für den Monat Juni vor
Bundesbank: Deutschland investiert zuwenig

Die Investitionsschwäche in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft: Statt in Anlagen und Maschinen floss das Geld in Bankeinlagen.

HB FRANKFURT. Mit drei Prozent des verfügbaren Einkommens aller inländischen Sektoren habe die gesamtwirtschaftliche Nettoinvestitionsquote sogar noch unter den sehr niedrigen Vorjahreswerten gelegen, hieß es im am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht für Juni. Dabei schöpften die Firmen ihre eigenen Mittel zur Finanzierung der Sachkapitalbildung noch nicht einmal voll aus. Auch die privaten Haushalte sparten: Ihr Geldvermögen übertraf Ende 2004 erstmals die Marke von vier Billionen Euro. Abzüglich der Verbindlichkeiten wie Kredite hat sich das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte seit Beginn der 90er Jahre mehr als verdoppelt.

Die deutsche Wirtschaft leidet seit Jahren unter schwächelnden Investitionen und einem flauen privaten Konsum. Lediglich die Außenwirtschaft hatte zuletzt für Schwung in den Unternehmen gesorgt und das Wirtschaftswachstum gestützt.

Die Nettoinvestitionsquote belief sich nach Angaben der Bundesbank in den vergangenen vier Jahren im Schnitt auf nur 3,5 Prozent der Einkommen oder 65 Milliarden Euro. In der Dekade zuvor hatte der Wert zehn Prozent betragen. Während die privaten Sektoren die Zugänge zu ihrem Kapitalstock 2004 etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten konnten, investierte der Staat trotz seiner hohen Neuverschuldung nicht einmal in Höhe seiner Abschreibungen. Während insgesamt die Anlageinvestitionen, die in den Vorjahren gesunken waren, stagnierten, wiesen die Ausgaben für Ausrüstungen eine moderate Zunahme auf. Die Bautätigkeit wurde dagegen erneut erheblich eingeschränkt.

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