Internationale Ifo-Umfrage: Die Stimmung in der Weltwirtschaft steigt

Internationale Ifo-Umfrage
Die Stimmung in der Weltwirtschaft steigt

Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich zu Beginn des Jahres verbessert. Konjunkturbeobachter in Konzernen, Banken, Versicherungen sowie Instituten schätzen sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate deutlich besser ein. Vor allem Deutschland ist im Aufwind. Experten erwarten einen massiven Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

HB/doh DÜSSELDORF. Sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate werden besser eingeschätzt als noch im Schlussquartal des Vorjahres, geht aus der vierteljährlichen Umfrage des Münchener Ifo-Institutes sowie der Internationalen Handelskammer in Paris unter mehr als tausend Konjunkturbeobachtern in Konzernen, Banken, Versicherungen sowie Wirtschaftsforschungsinstituten aus 90 Ländern hervor.



Ende 2006 hatte sich das Weltwirtschaftsklima im Vorquartalsvergleich abgekühlt. Das Barometer signalisiere nun eine „weiterhin robuste Weltkonjunktur im ersten Halbjahr 2007“, kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Wie in Westeuropa, wo sich die Urteile über die Wirtschaftslage vor allem in Deutschland erneut verbessert haben, sehen auch die Experten für Nordamerika die gegenwärtige wirtschaftliche Lage positiv. Sie schätzen allerdings das kommende halbe Jahr vorsichtiger ein.

In Asien insgesamt verbesserte sich das Klima ebenfalls. In Japan und Südkorea bewerten die Experten die aktuelle Situation zwar ungünstiger als zuvor, dafür stiegen ihre Erwartungen. In China blieb das gesamte Wirtschaftsklima stabil und in Indien verbesserte es sich erneut.

Besonders gut ist derzeit die Stimmung in Deutschland. Dank der guten Wirtschaftslage rechnen führende Wirtschaftsexperten mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahl. Im Jahresdurchschnitt 2007 könne die Vier-Millionen-Grenze knapp unterschritten werden, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, der „Bild“-Zeitung. Voraussetzung dafür sei, dass sich die Wirtschaft weiter positiv entwickele.

In ihrem Jahresgutachten gingen die Wirtschaftsweisen für 2007 noch von 4,266 Millionen Arbeitslosen aus. Im Januar waren etwa 4,25 Millionen Erwerbslose registriert. Dies waren etwa 764 000 weniger als im Januar vorigen Jahres.

Auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einem kräftigen Rückgang der Erwerbslosen. „Ein Unterschreiten der Vier-Millionen-Grenze ist wahrscheinlich“, sagte Chefvolkswirt Joachim Scheide zu Reuters. Die moderaten Lohnabschlüsse der vergangenen Jahre hätten ein beschäftigungsfreundliches Klima geschaffen. „Deshalb werden mehr Leute eingestellt.“

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