Internationaler Währungsfonds
Reformdruck auf IWF wächst jetzt auch intern

Kritik am IWF - eine Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass dem Internationalen Währungsfonds ein Rückfall in die Bedeutungslosigkeit droht. Ein neuer Chefvolkswirt soll dem Fonds wieder mehr Gehör verschaffen.

WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird nur dann eine wichtige Stimme auf dem Finanzsektor bleiben, wenn er nach außen wesentlich sichtbarer wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Unabhängigen Evaluierungsbüros des Fonds (IEO). „Wir rufen den IWF zu grundlegenden Veränderungen in seiner Amtsführung auf“, heißt es in dem Papier. Andernfalls drohe ein Rückfall in die Bedeutungslosigkeit.

Damit muss sich der IWF erstmals auch harter interner Kritik stellen. Das IEO fordert, dass die globale Überwachsungs- und Kontrollfunktion des IWF für die Märkte gestärkt werden solle. Zudem sollen die Gremien des Fonds – Internationaler Währungs- und Finanzausschuss (IMFC), Direktorenrat und Management – ihr Profil schärfen. Kritisiert wird auch das Auswahlverfahren des Managing Directors, der bislang von den Europäern gestellt wurde.

„Die Vorstellung, man könnte den IWF zu einer völlig unabhängigen Einrichtung und Stime machen, ist nicht wirklich realistisch“, konterte Ted Truman vom Washingtoner Peterson-Institut die Kritik. Immerhin sei der Fonds mit 185 Mitgliedern ein ausgesprochen komplexes Gebilde, sagte Truman dem Handelsblatt.

Seite 1:

Reformdruck auf IWF wächst jetzt auch intern

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%