Interview mit Bundesbankpräsident Axel Weber
Wenig Hoffnungen auf steigenden Bundesbankgewinn

dpa-afx FRANKFURT. Bundesbankpräsident Axel Weber hat trotz Konjunkturflaute und Forderungen aus der Politk zunächst unveränderte Leitzinsen signalisiert. "Der aktuelle geldpolitische Kurs ist derzeit angemessen", sagte Weber am Mittwoch im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Die Notenbankzinsen im Euro-Raum sind historisch niedrig und die monetären Bedingungen großzügig."

Die Europäische Zentralbank hält ihren Leitzins seit genau zwei Jahren unverändert bei 2,0 Prozent. Zuletzt hatten schwache Konjunkturdaten und Aussagen von EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing an den Finanzmärkten die Erwartung auf eine Leitzinssenkung genährt.

Die jüngsten Konjunktursignale bezeichnete Weber als gemischt. Die EZB müsse daher zunächst weitere Daten abwarten. Im Englischen würde man den Begriff "Wait and See" verwenden. Die Geldpolitik habe jetzt eine angemessene Entscheidung getroffen. "Wir haben keinen Bias und ich will keine Spekulationen über künftige zinspolitische Entscheidungen nähren", sagte Weber.

Weber verteidigte die Geldpolitik gegenüber Angriffen aus der Politik: "Die Investitions- und Konsumzurückhaltung ist keineswegs eine Folge unangemessen hoher Finanzierungskosten." So seien die Kurzfrist- und Langfristzinsen ausgesprochen niedrig. Auch die Bankzinsen seien zuletzt weiter gesunken. Die Unternehmen betrachteten die Finanzierungsbedingen nicht mehr als Hemmnis. Dies zeigten jüngste Umfragen unter Unternehmen.

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