Investitionen und privater Verbrauch entscheidend
Beschleunigung der Konjunktur erwartet

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWA) geht von einer beschleunigten konjunkturellen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2003 aus. Die Stärke dieser Entwicklung sei allerdings schwer abzuschätzen.

HB/vwd BERLIN. „Gesicherte Aussagen über die Nachhaltigkeit und Stärke der sich abzeichnenden Auftriebskräfte sind derzeit noch nicht möglich“, heißt es in der aktuellen Lageeinschätzung des Ministeriums vom Freitag. Die Anzeichen für eine Besserung der wirtschaftlichen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2003 besserten sich zusehens.

„Mit der in der Tendenz mittlerweile mehrheitlich aufwärts gerichteten Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren haben sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte verdichtet“, heißt es in der BMWA-Einschätzung. Zwar habe sich das wirtschaftliche Umfeld besonders mit Blick auf die USA, Japan und den asiatischen Raum verbessert. Mit Frankreich, Italien und den Niederlanden tendierten jedoch wichtige Handelspartner derzeit schwächer.

Entscheidend für die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird aus BMWA-Sicht aber sein, „wann und in welchem Umfang die Investitionen und der private Verbrauch an Stärke gewinnen.“ Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien derzeit günstig. Das Preisklima sei moderat, Liquidität und langfristige Kredite zu günstigen Konditionen verfügbar. Zudem dürfte das geplante Vorziehen der dritten Steuerreformstufe auf 2004 von 2005 den privaten Verbrauch stärken.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt werde allerdings ungeachtet der sich abzeichnenden allmählichen wirtschaftlichen Belebung „auch in nächster Zeit noch unbefriedigend bleiben“. Ein spürbarer Rückgang der Arbeitslosenzahlen dürfte sich nach BMWA-Einschätzung erst dann abzeichnen, wenn die konjunkturellen Auftriebskräfte „nachhaltig an Stärke gewinnen“.

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