Investitionsorte
US-Unternehmen finden Deutschland attraktiv

Steuern, Investitionsanreize, Unternehmerfreundlichkeit: Diese Faktoren spielen eine Rolle, wenn ein US-Manager über einen weiteren Standort nachdenken. Einer Umfrage zufolge kommt Deutschland dabei gut weg.
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New YorkDeutschland ist ein begehrtes Investitionsziel für US-Unternehmen. Nur in China und Großbritannien werden die Chancen höher eingeschätzt, so das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Umfrage der Beratungsfirma Development Counsellors International (DCI) unter 356 Spitzenmanagern.

30 Prozent der Teilnehmer bewerten China als attraktivstes Land für Investitionen in den nächsten drei Jahren. Dahinter folgen Großbritannien mit 22 und Deutschland mit 20 Prozent.

Die großen Schwellenländer Indien und Brasilien rangieren auf den Plätzen vier und fünf. Nach Regionen schnitt der Asien-Pazifik-Raum vor Westeuropa und Lateinamerika mit einigem Vorsprung am besten ab.

Tatsächlich waren es in diesem Jahr bislang vor allem deutsche Unternehmen, die in den USA investierten. Der Pharma-Konzern Merck KGaA übernimmt für 13 Milliarden Euro den Laborausrüster Sigma-Aldrich. ZF Friedrichshafen verleibt sich den US-Konkurrenten TRW für 9,5 Milliarden Euro ein.

SAP wagte sich mit 6,5 Milliarden Euro an den größten Zukauf der Firmengeschichte, den US-Softwareanbieter Concur. Siemens legte für den Energiespezialisten Dresser-Rand umgerechnet knapp sechs Milliarden Euro auf den Tisch. Infineon gab fast 2,3 Milliarden Euro für den Halbleiterhersteller International Rectifier aus.

DCI hatte seine Umfrage in diesem Jahr erstmals auf Orte außerhalb der USA ausgedehnt. Unter den US-Bundesstaaten steht Texas mit Abstand in der Gunst der investitionswilligen US-Manager. Der Bundesstaat bekam in der Attraktivitätsumfrage 49,7 Prozent. Ihm folgt Florida mit 18,1 Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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