Italien
Inflation bleibt weiter hoch

Die Inflation will nicht sinken: Bereits im zweiten Jahr liegt die Inflationsrate in Italien bei 3,6 Prozent und damit 1,6 Prozent höher als der von der EZB angestrebte Zielwert. Darunter leiden auch die Verbraucher.
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RomDie Inflation im krisengeschüttelten Italien verharrt weiter auf hohem Niveau. Die Jahresteuerungsrate lag im Juli unverändert bei 3,6 Prozent, wie die italienische Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom laut einer zweiten Erhebung mitteilte. In einer ersten Schätzung für den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) war noch ein Anstieg auf 3,7 Prozent ermittelt worden. Im Monatsvergleich fiel das Preisniveau um 1,7 Prozent.

Auch gemessen am ebenfalls von Istat erhobenen nationalen Verbraucherpreisindex erreichte die Inflation ein hohes Niveau. Der Index lag im Juli um 3,1 Prozent über dem Vorjahresmonat, im Juni waren es 3,3 Prozent. Trotz des leichten Rückgangs liegt die Rate deutlich über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebten Wert von knapp unter 2 Prozent an, bei dem sie die Preisstabilität gewahrt sieht.

Ausgerechnet in der Ferienzeit müssen sich die Italiener auf steigende Benzinpreise einstellen. Ab diesem Samstag steigen die Abgaben für Treibstoff erneut. Der Handelsverband Confcommercio erwartet in der nächsten Zeit einen weiteren Anstieg, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft befindet sich in der Rezession und kämpft gegen einen hohen Schuldenberg an. Doch gegen den Sparkurs von Regierungschef Mario Monti regt sich Kritik. Kurz vor Beginn der Sommerpause hatte das Parlament in Rom noch die geplanten Kürzungen für die Verwaltung von etwa 26 Milliarden Euro bis 2014 verabschiedet. Doch es droht ein heißer Herbst: Denn große Gewerkschaften planen am 28. September einen Generalstreik dagegen.

Im laufenden Jahr sollen so etwa 4,5 Milliarden Euro eingespart werden, im kommenden Jahr 10,5 Milliarden und 2014 dann noch einmal 11 Milliarden. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst muss um 10 Prozent schrumpfen, auf Managerebene sogar um 20 Prozent.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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