IW-Institut
Deutsche Firmen investieren zurückhaltender

Angesichts weltweiter Krisen korrigieren IW-Experten ihre Prognosen deutlich: Deutsche Unternehmen investieren demnach weniger als bisher angenommen. Beschäftigungslage und Konsum stützen dagegen die deutsche Konjunktur.
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BerlinDie Unternehmen in Deutschland knausern angesichts wachsender Konjunkturrisiken mit Investitionen. „Eine anhaltende Schwäche ist vor allem bei der Anschaffung neuer Maschinen und Geräte zu beobachten“, erklärten die Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag.

Für diese Ausrüstungsinvestitionen erwarten die Experten 2014 nur ein Plus von rund 3,75 Prozent und auch für nächstes Jahr lediglich ein Anziehen um drei Prozent. Noch im Frühjahr hatte das arbeitgebernahe Institut hier deutlich mehr Ausgaben der Unternehmen veranschlagt.

Grund für die zunehmende Unsicherheit seien die schwächere Erholung der Wirtschaft in Europa und weltweit sowie die Krisen in der Ukraine und im arabischen Raum. „Das gegenwärtige wirtschaftliche und politische Umfeld trägt keinen anhaltenden und breiten Aufschwung“, sagte IW-Direktor Michael Hüther.

Die Wachstumsaussichten hätten sich merklich eingetrübt. Deshalb erwarten die Kölner in diesem Jahr nur noch einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von knapp eineinhalb Prozent und im nächsten Jahr von gut eineinhalb Prozent. Damit senkten die Fachleute ihre Prognose jeweils um fast einen halben Prozentpunkt.

Eine zentrale Stütze für die Konjunktur seien die Verbraucher, die ihre Ausgaben jeweils um ein Prozent steigern dürften. Rückenwind für den Konsum komme von der guten Beschäftigungslage, sagte Hüther. Denn die Zahl der Erwerbstätigen werde 2014 um etwa 300.000 und 2015 um rund 270.000 zulegen.

Wegen mangelnder Qualifikationen dürften laut IW aber registrierte Arbeitslose kaum davon profitieren. Die Arbeitslosigkeit werde in diesem und im nächsten Jahr bei knapp 2,9 Millionen verharren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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