IW-Institut
„Zeichen stehen nicht auf Rezession“

Trotz der europäischen Schuldenkrise rechnet das IW-Institut nicht mit einem Konjunktureinbruch. Für dieses Jahr erwarte man in Deutschland ein solides Wachstum von drei Prozent. 2012 soll es aber einen Dämpfer geben.
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KölnDas arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet trotz der ausufernden Schuldenkrise in Europa nicht mit einem Konjunktureinbruch. „In eine Rezession dürften weder Deutschland noch die globale Konjunktur abgleiten“, teilte das Kölner Institut am Montag bei der Vorlage seiner Prognosen mit. Zwar lasse sich eine Rezession für Deutschland nicht ganz ausschließen. „Noch aber stehen die Zeichen nicht auf Sturm“, fügte IW-Experte Michael Grömling hinzu. 

Für dieses Jahr erwartet das Institut ein solides Wachstum von drei Prozent. 2012 soll es aber einen Dämpfer geben. Dann werde die Wirtschaftsleistung nur noch um 1,25 Prozent zulegen. 

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hatte zuletzt eine Phase der Stagnation für die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr prognostiziert. Auch die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sagt für das Jahresende ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung voraus. Das IW setzt darauf, dass Schwellenländer wie China weiter die globale Wirtschaft ankurbeln und „kräftig in Deutschland und der Welt einkaufen“. Allerdings werde die deutsche Exportwirtschaft die globale wirtschaftliche Abkühlung zu spüren bekommen. Das IW rechnet damit, dass die Ausfuhren 2012 nur noch um drei Prozent zulegen werden nach einem prognostizierten Plus von mehr als acht Prozent in diesem Jahr. 

Die schwächer werdende Weltwirtschaft werde auch der Investitionstätigkeit vorübergehend einen Dämpfer verpassen: „Auch die anhaltende Diskussion über die Staatsschulden und deren Auswirkungen auf den Bankensektor dämpfen das Engagement der Unternehmen“, konstatiert das IW.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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