IW-Prognose
Privater Konsum befeuert den Aufschwung

Der private Konsum und die Investitionen werden nach Einschätzung des IW Köln die neuen Zugpferde der Erholung in Deutschland. Die sinkende Arbeitslosigkeit wecke bei den Verbrauchern die Lust am Einkaufen, teilten die Forscher des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) am Montag mit.
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HB BERLIN. Zudem gäben die Firmen mehr Geld für neue Maschinen und Produktionsanlagen aus. "Der Wirtschaftsaufschwung wird also zunehmend nicht mehr nur von der ausländischen Nachfrage getrieben, sondern immer mehr von der inländischen, die sukzessive die Führung übernehmen wird", schrieben die Experten. Die Wirtschaftsleistung werde 2011 um etwa zwei Prozent zulegen, nach einem Wachstum von 3,25 Prozent im laufenden Jahr.

"Während noch vor einem Jahr die deutsche Konjunktur als rekonvaleszenter Patient galt, muss man - um im Bild zu bleiben - heute feststellen, dass die heimische Wirtschaft erstaunlich schnell wieder genesen ist und sogar kräftige Sprünge macht", schrieben die Experten. Wichtige Impulse kämen dabei von der Binnenwirtschaft: Die Inlandsnachfrage werde in diesem Jahr 2,25 Prozent steigen und im kommenden Jahr 1,25 Prozent zulegen.

Doch auch die Aussichten für den Export schätzen die Forscher als günstig ein. Die Ausfuhren dürften allein im laufenden Jahr um 16,75 Prozent zulegen, für 2011 ist ein weiteres Plus von acht Prozent in Sicht. Die Einfuhren steigen demnach um 15,5 Prozent 2010 und sieben Prozent 2011. Der Außenbeitrag werde daher etwa zwei Fünftel zum Wachstum in diesem und im kommenden Jahr beitragen, schrieben die Experten. Die schwere Außenhandelskrise 2009 ist damit überwunden: "Aktuell liegen die Warenausfuhren Deutschlands nur noch ganz knapp unter ihrer Höchstmarke vom Sommer 2008."

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