IWF-Bericht
Starker Euro dämpft deutsche Konjunktur

In seinem jährlichen Bericht weist der Internationale Währungsfonds (IWF) auf zahlreiche Risiken für die deutsche Volkswirtschaft hin. Vor allem der starke Euro, der hohe Ölpreis und die Banken-Krise drücken derzeit auf die Wachstumsprognosen, heißt es. Aber eine Lösung für die Probleme haben die IWF-Experten auch parat.

HB BERLIN. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine Schwächung des ökonomischen Zyklus in Deutschland attestiert und seine Erwartung für das deutsche Wirtschaftswachstum von zwei auf 1,9 Prozent gesenkt. Als Grund führte der IWF in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht die nach den Finanzmarktturbulenzen schwächere US-Wirtschaft sowie den starken Euro und den hohen Ölpreis an.

Wie aus dem Bericht nach den jüngsten „Artikel-IV-Konsultationen“ zu Deutschland weiter hervorgeht, erhöhte der IWF für 2007 jedoch seine Prognose für das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf 2,5 Prozent, nachdem im jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Oktober noch ein Wachstum von 2,4 Prozent vorhergesagt worden war. Die deutsche Jahresteuerung sieht der Fonds 2007 bei 2,2 Prozent und 2008 bei 1,6 Prozent.

In dem Bericht erklärte der IWF weiter, die direkten und indirekten Effekte aus der US-Wirtschaftsentwicklung drückten ungeachtet einiger Anzeichen einer Entkoppelung auf das deutsche Wachstum. Dieses werde außerdem, wenn auch in geringerem Ausmaß, durch den starken Euro und höhere Ölpreise gedämpft.

„Die Turbulenzen an den größten Kreditmärkten, inklusive Deutschlands, haben ernste Befürchtungen über Stabilität und Wirtschaftsaussichten aufkommen lassen“, betonte der IWF. „Allerdings, und ungeachtet fortbestehender Risiken, sind die Nachbeben bislang begrenzt geblieben - Zeugnis der Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaft“, konstatierten die Washingtoner Volkswirte. Eine Pause im deutschen Reformprozess wäre „verfrüht“, warnten sie im Weiteren.

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