IWF-Chef Strauss-Kahn warnt
„Die Risiken einer Kontaminierung sind sehr hoch“

Am Konjunkturhimmel ziehen düstere Wolken auf: Die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft haben sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Kreditmarktkrise weiter eingetrübt. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn kann der Krise allerdings auch etwas Positives abgewinnen, die Bundesregierung sieht die Turbulenzen sogar gelassen.

HB PARIS. Die Gefahr einer Ausbreitung der Finanzkrise von den USA auf andere Volkswirtschaften sei mittlerweile sehr hoch, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn am Montag in Paris. Deshalb werde seine Organisation in den kommenden Wochen ihre Wachstumsprognosen nicht nur für die USA, sondern auch für Europa und China nach unten korrigieren. „Die Finanzmarktkrise, die in den USA begonnen hat, ist nun offenkundig schwerer und auch globaler als noch vor ein paar Wochen“, sagte Strauss-Kahn. „Die Risiken einer Kontaminierung sind sehr hoch.“

Mit Blick auf Liquiditätsengpässe auf den globalen Finanzmärkten lobte der IWF-Chef ausdrücklich das bisherige Krisen-Management der Zentralbanken in den USA, der Euro-Zone und anderen Regionen. Allerdings sieht Strauss-Kahn trotz der andauernden massiven Abwertung des Dollar aktuell noch keinen Bedarf für Interventionen der Notenbanken am Devisenmarkt.

Während der chinesische Yuan und der japanische Yen schwach aussähen, sei der Euro überwertet und der Dollar-Wechselkurs liege in der Mitte zwischen diesen beiden Extremen, sagte er. In der gegenwärtigen Situation seien Eingriffe der Notenbanken daher nicht notwendig. An den Finanzmärkten wird wegen der sich beschleunigenden Abwertung des Dollars immer heftiger auf eine bevorstehende Intervention spekuliert. Der Euro war in der Nacht auf Montag zum ersten Mal über 1,59 Dollar gestiegen.

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