IWF-Chef zu Griechenland
Unterstützung gegen Umschuldung

Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist gegen die Umschuldung Griechenlands. Er will die Wettbewerbsfähigkeit es Landes wieder herstellen.
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WashingtonDer Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, sagt Griechenland seine Unterstützung zu im Kampf gegen eine Umschuldung. „Wir unterstützen die griechische Regierung in ihrer Position, keine Umschuldung zu wollen“, sagte Strauss-Kahn am Montag in Washington.

Am Wochenende hatte ein Bericht des deutschen Magazins „Spiegel“ für Wirbel gesorgt, wonach der IWF Griechenland zur einer geordneten Staatspleite drängen soll. Der Fonds wies den Bericht umgehend zurück. „Um Griechenland wieder auf den Wachstumspfad zu bringen, müssen wir die Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen. Das ist das wirkliche Problem und das haben wir versucht anzusprechen“, ergänzte der IWF-Chef.

Griechenland kämpft mit einer hohen Staatsverschuldung und wurde im Frühjahr 2010 mit 110 Milliarden Euro von IWF und Europäischer Union vor dem Staatsbankrott bewahrt. Die umfassenden Sparmaßnahmen lähmen die Wirtschaft. Finanzexperten halten einen Schuldenschnitt Griechenlands zunehmend für unvermeidlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " IWF-Chef zu Griechenland: Unterstützung gegen Umschuldung"

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  • Strauss-Kahn ist als ausgewiesener Sozialist und Anhänger des Staatsdiktats über die Wirtschaft bekannt.Aus seinem Mund klingen Forderungen nach 'Wiederherstellung von Wettbewerbsfähigkeit' daher schon wie hohle Phrasen.

    Seine üblichen Äußerungen gehen dahin, die Globalisierung der Wirtschaft und speziell auch des Finanzwesens als Grund für Ungleichheiten in den Einkommen und Vermögen zu sehen. Dies soll maßgeblich dann die globale Finazkrise ausgelöst haben.

    Wer so den Staat und dessen bedenkenlose Verschuldung mit einem Heiligenschein verziert, von dem dürfte keine Einsicht zu erwarten sein, daß die griechischen Staatsfinanzen in eine Ausgeglichenheit geführt werden müssen.

    Eher ist anzunehmen, daß eine eventuell erhöhte Leistungsfähigkeit der griechischen Wirtschaft umgehend in noch weiter überhöhte Staatsausgaben fließt.

  • @ azaziel nagel direkt auf den Kopf getroffen, es ist nur noch ein Spiel auf Zeit trotzdem das viele Wissen was kommt hält man ruhig die kritische Masse die zur Kernreaktion vorhanden sein muss ist schon produziert nun müssen sie bloss noch aufeinander prallen,dazu brauchts so vier bis fünf Winter mit jeden tag dünner werdender Kohlrübensuppe.

  • der sueden Europas ist und war noch nie wettbewerbsfaehig.
    .
    Wie soll den der Plan von Strauss-Kahn aussehen? ....Deutschland soll hunderte von milliarden Euro an Griechenland & Co verschenken, damit die Altersrente der Griechen gesichert ist?
    Die grossen Finanzriesen und verbuendeten der IMF muessten bei einer Umschuldung Federn lassen. Die finanzielle Katastrophe wird auf die nordeuropaeischen Laender, und ganz besonders auf den deutschen Steuerzahler abgewaelzt.

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