IWF: Europa muss Konjunkturerholung zu mehr Reformen nutzen
Deutschland hinkt Aufschwung hinterher

Deutschland hinkt wie die gesamte Euro-Zone nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) . Während sich die Europäische Zentralbank (EZB) damit dem IWF zufolge eher für eine weitere Zinssenkung bereithalten sollte, muss die US-Notenbank Fed die Märkte auf wieder steigende Zinsen vorbereiten.

HB WASHINGTON. In Deutschland bremse besonders die fehlende Kauflaune der Verbraucher die Erholung, schrieb der IWF in seinem am Mittwoch in Washington veröffentlichten halbjährlichen Weltwirtschaftsausblick. Während sich dem IWF zufolge für die Weltwirtschaft insgesamt und insbesondere für die USA die Aussichten im Vergleich zum letzten Bericht im September deutlich verbessert hätten, bleibe die Erholung in der Euro-Zone angesichts zuletzt schwächerer Wirtschaftsdaten unsicher.

Allerdings betonte der Fonds, dass Ungleichgewichte wie das große US-Leistungsbilanzdefizit und der steigende Ölpreis ein Risiko für den Aufschwung blieben. Die hohen Öl- und Rohstoffpreise sollen bei der IWF-Frühjahrstagung am Wochenende Thema werden.

Bislang geht der IWF auch für Deutschland und die Euro-Zone weiter von einer allmählichen Erholung aus. Die deutsche Wirtschaft dürfte nach Einschätzung des Fonds um 1,6 Prozent in diesem und um 1,9 Prozent im kommenden Jahr wachsen. Für das Währungsgebiet prognostiziert der Fonds Raten von 1,7 und 2,3 Prozent. Besonders die schlechte Verbraucherstimmung und die hohe Arbeitslosigkeit bremsten aber den Konsum und damit das Wirtschaftswachstum. Zudem sei fraglich, in wie weit europäische Unternehmen ihre Bilanzen so in Ordnung gebracht hätten, dass sie wieder mehr investieren könnten. Die Erholung hänge damit bisher fast ausschließlich von der Auslandsnachfrage ab.

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