IWF-Länderbericht
Deutschland hat gute Wachstumsaussichten

In seinem Länderbericht hat der IWF Deutschland ein gutes Zeugnis für seine wirtschaftliche Entwicklung und Haushaltspolitik ausgestellt. Der Aufschwung werde nur durch externe Faktoren bedroht.
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BerlinDer IWF gibt Deutschland relativ gute Noten für seine Wirtschaftsentwicklung und Haushaltspolitik. „Die Aussichten für den Aufschwung in Deutschland sind günstig, doch wird der Ausblick eingetrübt durch externe Risiken“, heißt es im jüngsten IWF-Länderbericht zu Deutschland, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Das größte dieser externen Risiken sei eine Verschärfung der Euro-Staatsschuldenkrise. Auch von der globalen Entwicklung und dem Ölpreis könnten Gefahren für den Aufschwung ausgehen. Der Fonds forderte Deutschland auf, mit Reformen die Wachstumskräfte zu steigern und noch mehr für die Absicherung der Bankensektors zu tun. Die Haushaltspolitik der Regierung nannten IWF-Vertreter angemessen, und zwar ohne explizit neue Ausgabenprogramme zur Wachstumsstärkung zu fordern.

Der IWF hatte im letzten Weltwirtschaftsausblick (WEO) für Deutschland ein Wachstum von 0,6 Prozent in diesem Jahr und 1,5 Prozent im nächsten Jahr vorausgesagt. Es gibt auch keinen Grund, dies derzeit zu ändern, sagten IWF-Vertreter in Berlin. „Die derzeitige Entwicklung ist im Großen und Ganzen im Einklang mit unseren Erwartungen vom WEO“, erklärten sie. Im zweiten Jahr sollte Deutschland dem Fonds zufolge sein Wachstumspotenzial wieder ausschöpfen, das bei einer Jahresrate von rund 1,25 Prozent liege.

Getragen wird der deutsche Aufschwung inzwischen nach den Analysen des Fonds vom privaten Konsum und den Investitionen, also dem Binnenmarkt. Den Kurs einer moderaten finanzpolitischen Konsolidierung hält der Fonds für angemessen. „Wir würden keine ehrgeizigere Konsolidierung empfehlen“, macht ein Vertreter des Fonds aber klar.

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Bankensektor bleibt verwundbar

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