IWH-Umfrage
Ostdeutsche Industrie erwartet Belebung

Zuversichtlicher blickt die ostdeutsche Industrie in die Zukunft. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) teilte am Montag auf der Basis einer aktuellen Umfrage unter 300 Unternehmen mit, sowohl die aktuelle Situation als auch den Blick in die Zukunft schätzten die Betriebe im Juli positiver ein als noch im Mai.

HB HALLE. Zwar habe sich die Geschäftslage der Firmen nach Herausrechnen der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen noch nicht verbessert, hieß es in der am Montag veröffentlichten vierteljährlichen Umfrage. „Die Chancen für eine moderate Beschleunigung der konjunkturellen Dynamik in den kommenden Monaten stehen den Firmenangaben zufolge allerdings gut“, folgerten die Forscher aus dem gestiegenen Optimismus der Unternehmer.

Der saisonbereinigte Saldo aus positiven und negativen Urteilen zur Geschäftslage verharrte auf 37 Punkten und blieb damit dem IWH zufolge unter dem Mittelwert für das Jahr 2004. „Die Konjunktur hat wohl in jüngster Vergangenheit noch nicht stärker Fahrt aufgenommen“, kommentierte das IWH. Dagegen kletterte der Index Geschäftsaussichten auf 43 von 37 Zählern im Mai. „Derartig zuversichtliche Bewertungen wurden zuletzt im Frühjahr 2004 abgegeben.“ Allerdings stellte das IWH unterschiedliche Entwicklungen in den verschiedenen Industriebranchen fest. „Während die Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten durchweg positive Nachrichten vermelden, zeichnet die Konsumgüterindustrie ein eher negatives Bild.“

Auch das vom Münchner Ifo-Institut aus einer monatlichen Umfrage ermittelte Geschäftsklima für Gesamtdeutschland hatte sich zuletzt unerwartet deutlich aufgehellt - vor allem, weil die Firmen auch hier optimistischer in die Zukunft blickten. Auch erste realwirtschaftliche Indikatoren wie die Aufträge und die Produktion deuten an, dass die deutsche Wirtschaft ihre Frühjahrsmüdigkeit überwunden haben dürfte.

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