Jahresteuerung berührt Toleranzgrenze nicht
EU-Kommission glaubt an Aufschwung

Trotz der Krisen in Nahost und Irak hält die EU-Kommission an ihrer Vorhersage fest, dass die Euro-Wirtschaft im laufenden Jahr deutlich an Fahrt gewinnen wird. Die Jahresteuerung in der Euro-Zone ist im März geringfügig gestiegen, liegt aber weiter unter der EZB-Toleranzgrenze von 2,0 Prozent.

HB BRÜSSEL/LUXEMBURG. Im Euro-Gebiet sei im ersten und zweiten Quartal jeweils ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt in der Spanne von 0,3 % bis 0,7 % möglich, berichtete die EU-Behörde am Freitag in Brüssel und bestätigte damit frühere eigene Prognosen.

Für das Gesamtjahr rechnet Brüssel in der Euro-Zone mit den zwölf Staaten der Gemeinschafts-Währung mit einem Wachstum von 1,7 % nach nur 0,4 % im vergangenen Jahr. Für das kommende Jahr werden 2,3 % angenommen.

Die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg bestätigte unterdessen frühere eigene Daten für das 4. Quartal 2003. Demnach schwächte sich das Wachstum im der Euro-Zone geringfügig ab. Die Wirtschaft wuchs im Vergleich zu den drei vorhergegangenen Monaten um 0,3 % nach 0,4 % im dritten Quartal. In der gesamten EU mit 15 Staaten blieb die Rate mit 0,4 % stabil. Deutschland erreichte im 4. Quartal ein unterdurchschnittliches Wachstum von 0,2 %.

Wie das Europäische Statistikamt auf Basis endgültiger Berechnungen mitteilte, lag die Inflationsrate bei 1,7 % nach 1,6 % im Vormonat. Eurostat hatte bei einer ersten Schätzung eine Rate von 1,6 % ermittelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht bei einer Jahresteuerung von knapp unter 2,0 % Preisstabilität gewährleistet. Zum Vormonat ergab sich vor allem wegen höherer Kosten für Bekleidung ein Preisanstieg von 0,7 %, was nach Angaben von Eurostat das stärkste monatliche Plus seit mindestens fünf Jahren war.

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