Jahresteuerung
Preisverfall in Euro-Zone immer schneller

Die Verbraucherpreise im Eurogebiet sinken weiter. Grund dafür sind vor allem fallende Benzin- und Heizölpreise, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte.
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HB BRÜSSEL. Der Preisrutsch in den 16 Euro-Ländern hat sich im September beschleunigt. Die Verbraucherpreise lagen um 0,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Von Reuters befragten Analysten hatten mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Zum Vormonat waren die Preise unverändert. Seit Juni sinken die Lebenshaltungskosten in der Eurozone. Das gab es in der zehnjährigen Geschichte der Währungsunion zuvor noch nie.

Wichtigster Grund für die sinkende Teuerung ist der anhaltende Rückgang der Energiepreise: Diese herausgerechnet, kletterten die Verbraucherpreise im September zum Vorjahr um 0,9 Prozent, zum Vormonat um 0,2 Prozent.

Im Sommer 2008 hatte die Jahresteuerung noch auf dem Rekordhoch von 4,0 Prozent gelegen, bevor die Rohstoffpreise im Zuge der Weltwirtschaftskrise einbrachen und der Teuerungsdruck allgemein stark nachließ.

In den 16 Ländern mit der Euro-Währung ist nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) Preisstabilität bei Raten von bis zu zwei Prozent gewährleistet. In der gesamten EU ging die Teuerungsrate um 0,3 Punkte auf 0,3 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte die Rate im Eurogebiet 3,6 Prozent betragen, in der gesamten EU mit 27 Staaten 4,2 Prozent.

Die monatliche Teuerungrate betrug in beiden Gebieten im September jeweils unverändert 0,0 Prozent. Deutschland schnitt nach Angaben der EU-Chefstatistiker mit eine Jahresrate von minus 0,5 Prozent ab. Irland kam sogar auf einen Wert von minus 3,0 Prozent.

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