Januar-Daten
Angestellte verlieren real weiter Einkommen

Trotz des kräftigen Aufschwungs haben Angestellte auch zu Jahresbeginn reale Einkommensverluste hinnehmen müssen: Die gestiegenen Lebenshaltungskosten zehrten den Lohnzuwachs der Angestellten wieder auf. Dagegen hatten Arbeiter real mehr in der Tasche.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lagen die tariflichen Monatsgehälter der Angestellten im Januar zwar um 1,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Lebenshaltung verteuerte sich aber gleichzeitig um 1,6 Prozent verteuert. Die tariflichen Stundenlöhne der Arbeiter seien dagegen um 2,2 Prozent gestiegen. 2005 und 2006 hatten sowohl Arbeiter als auch Angestellte im Jahresschnitt reale Einkommensverluste erlitten.

Den höchsten Lohnzuwachs im Januar erhielten die Angestellten im boomenden Maschinenbau mit 2,9 Prozent. Bei den Arbeitern stiegen die Stundenlöhne im Verarbeitenden Gewerbe mit 3,2 Prozent am kräftigsten. Über dem Schnitt lag auch das Plus für Angestellte im Textilgewerbe mit 2,2 Prozent, im Bekleidungsgewerbe mit 1,8 Prozent und der Energieversorgung mit 1,6 Prozent. Keinen Lohnzuwachs gab es dagegen für Arbeiter und Angestellte in der Luftfahrt, bei den Eisenbahnen sowie bei Bund, Ländern und Gemeinden.

Dem gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstitut IMK zufolge hat die höhere Mehrwertsteuer zu den realen Einkommensverlusten vieler Beschäftiger beigetragen. „Die Steuerbelastung wurde größtenteils zu Jahresbeginn an die Verbraucher weitergereicht“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn zu Reuters. Im Jahresschnitt 2007 sei aber wegen höherer Tarifabschlüsse mit einem leicht steigenden Reallohn zu rechnen. Er dürfte 2008 noch einmal zulegen. „Es gibt eine Tendenz zu höheren Löhnen“, sagte Horn.

Für die Chemie-Industrie setzte die Gewerkschaft IG BCE eine deutliche Lohnsteigerung von 3,6 Prozent durch. Die IG Metall fordert für die 3,4 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%