Januar-Daten
Handelsbilanzdefizit in Euro-Zone ausgeweitet

In der Euro-Zone hat sich das Handelsbilanzdefizit überraschend stark ausgeweitet. Ökonomen führen die Entwicklung auf den Euro zurück.

HB BRÜSSEL. Die Einfuhren übertrafen die Ausfuhren um 10,7 Milliarden Euro, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. „Dies könnte ein Zeichen sein, dass die Exporte in der Euro-Zone unter dem starken Euro leiden“, sagte Joost Beaumont von der Fortis Bank. Allerdings müssten weitere Daten dies untermauern.

Andere Volkswirte wie Howard Archer von Global Insight bezeichneten das Wachstum der Ausfuhren noch als vergleichsweise gut. Dennoch sei es wohl unvermeidlich, dass die Exporte wegen des starken Euro und der schwachen Binnennachfrage in wichtigen Märkten wie USA und Großbritannien in den nächsten Monaten unter Druck gerieten.

Der Euro hatte seinen Höhenflug zuletzt ungebremst fortgesetzt und am Montag das Rekordhoch von 1,59 Dollar erreicht. Die starke Gemeinschaftswährung verteuert Ausfuhren in den Dollar-Raum und drückt die Margen der Exporteure.

Im Dezember lag das Handelsdefizit mit 4,1 Milliarden Euro etwas niedriger als zunächst geschätzt. Die Exporte und Importe stiegen im Januar im Monatsvergleich bereinigt jeweils um 7,4 Prozent.

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