Januar-Zahlen
Hoffnungsfunke für den Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel hat im Januar mehr umgesetzt als erwartet. Von einer deutlichen Belebung wollen Volkswirte aber noch nicht sprechen.

HB BERLIN. Die Einzelhändler sind mit einem Umsatzplus ins neue Jahr gestartet. Sie verkauften im Januar 2,7 Prozent mehr und preisbereinigt (real) 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat gab es saisonbereinigt ein reales Plus von 1,6 Prozent. Volkswirte hatten hier mit einem Zuwachs von einem Prozent gerechnet.

2007 war der Aufschwung am Einzelhandel vorbeigegangen. Die Mehrwertsteuererhöhung sowie steigende Lebensmittel- und Energiepreise hatten die Kaufkraft der Deutschen sinken lassen. Für 2008 rechnet der Branchenverband HDE mit einem Umsatzplus von zwei Prozent. Viele Wirtschaftsinstitute sehen den privaten Konsum in diesem Jahr als wichtigste Wachstumsstütze.

Grundlage der aktuellen Erhebung ist eine repräsentative Stichprobe aller Einhzelhandesfirmen, die um alle 2005 neu gegründeten Firmen aktualisiert wurde.

„Das ist ein kleiner Hoffnungsfunke für den Einzelhandel", sagte Alexander Koch von Unicredit. „Das signalisiert, dass es im ersten Quartal zu einer Stabilisierung des Konsums kommen könnte. Allerdings steigen auch die Kosten für die Lebenshaltung weiter deutlich. Das dämpft die positiven Effekte aus höheren Löhnen und steigender Beschäftigung. Wie Phönix aus der Asche wird der private Konsum im ersten Halbjahr deshalb nicht steigen.“

Ralph Solveen von der Comerzbank ergänzte, insgesamt sei die Lage nicht mehr ganz so schlimm wie bisher. Von einer deutlichen Belebung kann aber noch nicht die Rede sein. „Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg des privaten Konsums. Dass der Aufschwung deswegen so stark bleibt wie bislang ist aber nicht zu erwarten.“

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