Jüngste M3-Zahlen: Geldmenge wächst im Rekordtempo

Jüngste M3-Zahlen
Geldmenge wächst im Rekordtempo

Das Wachstum der Geldmenge M3 erreicht Rekordhöhen. Mit 9,8 Prozent im Januar und Dezember hat es den höchsten Wert seit Gründung der Währungsunion erreicht. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am gestrigen Dienstag mitteilte, wurde der Dezember-Wert nachträglich von 9,7 auf 9,8 Prozent nach oben revidiert. Experten rechnen nun mit weiteren Zinsschritten der EZB.

mak FRANKFURT. Selbst der als aussagefähiger angesehene Dreimonatsdurchschnitt der Jahreswachstumsraten von M3 für den Zeitraum von November 2006 bis Januar 2007 stieg auf 9,7 Prozent, verglichen mit 9,2 Prozent für die Zeit von Oktober bis Dezember 2006. Bankvolkswirte hatten für Januar ein M3-Wachstum von 9,5 Prozent prognostiziert.

Nach Ansicht vieler Volkswirte spricht die monetäre Entwicklung für eine weitere Straffung der Zinszügel durch die EZB. Sie hat bereits eine Zinsanhebung im März um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent angekündigt. Der Geldmarkt erwartet eine weiteren Erhöhung auf vier Prozent im Jahresverlauf.

Mit den jüngsten M3-Zahlen zeichnet sich erneut ein Konflikt zwischen den Inflationsrisiken ab, die von der monetären und der realen Entwicklung ausgehen. Während die Geldmenge die Inflation längerfristig anheizen dürfte, dämpfen zumindest nach Angaben der EU-Kommission Produktivitätssteigerungen und ein erhöhtes Arbeitskräfteangebot die Teuerung. Erneut zugelegt haben im Januar die Kredite an Unternehmen. Sie stiegen um 13,2 Prozent nach 13,0 Prozent im Dezember. Private Haushalte fragten etwas weniger Kredite nach.

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