Juni-Bilanz der Bundesagentur
Rückgang der Arbeitslosenzahl verstärkt sich

Nach einem schwächeren Rückgang der Arbeitslosenzahl im April und Mai hat sich die Besserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt im Juni wieder beschleunigt. Sämtliche Kennzahlen der Bundesagentur für Arbeit weisen ein Minus-Zeichen auf.

HB NÜRNBERG. Nach Angaben der Bundesagentur vom Donnerstag ging die Arbeitslosenzahl bundesweit um 125 000 auf 3,687 Millionen zurück. Dies liege deutlich über dem Juni-Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, der bei minus 101 000 liege. Die Quote verringerte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent. In Westdeutschland sei ein Minus von 26 000 verzeichnet worden, im Osten des Landes um 11 000. Saisonbereinigt ergebe sich ein bundesweiter Rückgang der Arbeitslosigkeit um 37 000.

„Durch die stabile Konjunktur wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, und die Arbeitslosigkeit sinkt deutlich“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise. „Die Nachfrage nach Mitarbeitern ist deutlich gestiegen.“

Gegenüber dem Vorjahr gab es den Angaben zufolge 712 000 Arbeitslose weniger. Die günstige Entwicklung liege vor allem am konjunkturell bedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Daneben spielten aber auch die Entlastung durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot sowie die Professionalisierung der Arbeit der Job-Center eine Rolle.

Das Statistische Bundesamt gab am Donnerstag bekannt, dass die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Mai 39,4 Millionen betrug - 478 000 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Erwerbstätigenquote - der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren - betrug 69,9 Prozent und lag damit um 1,4 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor.

Im Vormonatsvergleich von April auf Mai stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 136 000 oder 0,3 Prozent), wie die Behörde anhand vorläufiger Daten weiter mitteilte. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, bedeute dies eine Zunahme von 14 000 Personen gegenüber dem Vormonat, nach Zuwächsen von 30 000 Personen im April und 67 000 Personen im März 2007. Das Abflachen des saisonbereinigten Anstiegs resultiere zum Teil aus der durch die milde Witterung begünstigten Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den Wintermonaten.

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