Kapitalmarkt
EZB-Chef sieht Euro-Wirtschaft schrumpfen

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ist über die konjunkturellen Aussichten im Euroraum in Sorge. Auch um die Inflationsrate macht Trichet sich Gedanken, allerdings in ungewohnter Richtung.

dpa-afx FRANKFURT. "Unter Berücksichtigung der von Mitarbeitern der EZB erstellten Projektionen gehen wir davon aus, dass im Hinblick auf das Wachstum im Euroraum die Abwärtsrisiken überwiegen", sagte Trichet der "Börsen-Zeitung". Laut Projektion von Anfang Dezember rechnen die Notenbankvolkswirte für 2009 damit, dass die Wirtschaft des Euroraumes im Jahresdurchschnitt um etwa 0,5 Prozent schrumpfen wird.

Zudem befürchtet der Notenbanker, dass sich die Inflationsrate zu weit nach unten von der Stabilitätsmarke von "unter, aber nahe zwei Prozent" entfernen könnte. "Die Zinserhöhung vom Juli muss im Zusammenhang mit der Teilformulierung 'unter zwei Prozent' gesehen werden. Die kürzlich vorgenommene Zinssenkung nach der Verschärfung der Krise im September ist hingegen in Verbindung mit der Teilformulierung 'nahe zwei Prozent" zu interpretieren'", erläuterte Trichet. Die EZB hat seit Anfang Oktober des abgelaufenen Jahres den Leitzins um 1,75 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent gekappt, nachdem sie noch im Juli die geldpolitischen Zügel leicht gestrafft hatte.

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