Katastrophe in Japan
Volkswirte halten ökonomische Folgen des Bebens für beherrschbar

Kurzfristig stürzen die Erdbebenkatastrophe Japan ins ökonomische Chaos. Die Höhe der Schäden ist kaum absehbar, in vielen Teilen des Landes ruht die Wirtschaft. Doch Experten glauben nicht, dass eine Rezession droht.
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DüsseldorfDas japanische Nomura Research Institute hat in eine erste vorsichtige Einschätzung der volkswirtschaftlichen Folgen der Erdbebenkatastrophe abgegeben. Sie vermuten, dass die Milliardenschäden kurzfristig massive Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben können, gehen aber davon aus, dass die Regierung mit einem umfangreichen Wiederaufbauprogramm dies mittelfristig mehr als kompensieren kann.

Sie stützen ihre Einschätzung mit einer Analyse des Erdbebens in der japanischen Stadt Kobe im Januar 1995. Damals waren die Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen nach der Katastrophe drastisch eingebrochen. Doch bereits in den folgenden Monaten stieg die Industrieproduktion wieder deutlich an. Besonders auffällig: Das Bruttoinlandsprodukt von Japan, das im vierten Quartal 1994 noch um 0,7 Prozent gesunken war, stieg im ersten Quartal 1995, gestützt von den Regierungsprogrammen um 0,8 Prozent zum Vorquartal. Diese Tendenz setze sich in abgeschwächter Form im zweiten und dritten Quartal 1995 fort.

„Letztlich waren alle anfänglichen Schätzungen viel zu pessimistisch“, schreiben die Nomura-Experten in ihrem Report. Auch im aktuellen Fall gehen sie davon aus, dass die staatlichen Wiederaufbauprogramme einen ähnlichen Effekt haben werden.

Auch Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise warnt vor übertriebener Alarmstimmung. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt dürfte Heise zufolge die Katastrophe längerfristig ohne größeren Dämpfer überstehen. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen hänge allerdings stark von der Entwicklung um das beschädigte Atomkraftwerk Fukushima ab. „Dass das Japan die Initialzündung für eine große Rezession bringt, ist nicht zu erwarten“, sagte Heise. Wenn es zu einer Atomkatastrophe komme, werde das allerdings „schon nachhaltige Folgen für die japanische Ökonomie haben“.

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Kommentare zu " Katastrophe in Japan: Volkswirte halten ökonomische Folgen des Bebens für beherrschbar"

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  • Was aber wenn Japan durch die Atomreaktoren zu >40% verseucht wird?
    Dann gibt es ein Volk ohne Land.
    Landmangel ist ja schon lange ein Problem in Japan.
    Wohin sollen die Leute gehen - in China sind sie nicht willkommen.

  • "Geld genug ist da"

    Von dem sogenannten Geld wird immer genug da sein. Frägt sich nur, ist dieses echt und die viel interssantere Frage lautet:

    WO SIND DIE SKLAVEN FÜR DIE REALE ARBEIT ?

    An Gelddruckern und Regierern scheint es ja nicht zu mangeln.


    Das Ende des Westens scheint wohl in greifbare Nähe gerückt zu sein. Wenn der Westen diese Probleme heil überstehen will, muß es große Teile seiner eigenen Kultur aufgeben. Wir(unsere Firma) sind zum Beispiel dazu übergegangen, keine Auszubildenden mehr zu entlassen. Ob solche Maßnamen aureichen werden steht auf einem anderen Blatt. Ganz abgesehn von den vielen Nieten, die sich unter diesen befinden.

  • Wenn man jetzt die richtigen wirtschaftspolitischen Schlüsse zieht, gibt es weltweit ein riesige Investitionswelle in erneurbaren Energien. Japam könnte den Takt angeben. Geld genug ist da - Helikopter-Ben kann sofort helfen. Nur könnte jetzt das Geld in reale Projekte eingesetzt werden, statt es im Investmentbanking zu verzocken.

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