Kein nachhaltiger Aufschwung
Bundesbank sieht geringfüiges Wachstum

Die Deutsche Bundesbank sieht noch keinen nachhaltigen Konjunkturaufschwung. Zwar sei für das dritte Quartal mit einer geringen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen.

HB FRANKFURT. „Eine nachhaltige konjunkturelle Aufschwungbewegung, welche die Wirtschaft schon bald aus der anhaltenden stagnativen Lage herausführt, ist aber noch nicht zu erkennen“, heißt es in dem am Montag in Frankfurt vorgelegten Monatsbericht für Oktober.

Bereinigt um Saison- und Kalendereffekte könne von einer geringen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausgegangen werden, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank für Oktober. Es gibt aber noch ausreichend negative Faktoren. So habe die Bauwirtschaft ihre konjunkturelle Talsohle noch nicht hinter sich lassen können. Auch der Auftragseingang in der Industrie weise auf eine nur verhaltene Belebung hin.

Im ersten Halbjahr hatte die deutsche Wirtschaft in einer leichten Rezession gesteckt. Das BIP hatte sich von Januar bis März um 0,2 % und von April bis Juni um 0,1 % zum Vorquartal verringert. Im dritten Quartal, zu dem das Statistische Bundesamt die vorläufigen Daten am 13. November bekannt gibt, könnte es nach Prognosen von Volkswirten dagegen einen leichten Zuwachs von 0,2 % gegeben haben. Die Bundesbank bezifferte ihre Wachstumsschätzung nicht.

Die Entwicklung in der deutschen Industrie weist der Bundesbank zufolge auf eine nur schwache Verbesserung hin. Im Juli und August habe die Industrieproduktion gerade wieder den Vorjahresstand erreicht. Die Auftragseingänge im Ferienmonat August seien nach vorläufigen Daten kaum höher als in den beiden vorangegangenen Monaten ausgefallen und würden zudem vermutlich ebenso wie die Daten zur Industrieproduktion noch nach unten korrigiert.

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