Kein Optimismus spürbar
Lage der ostdeutschen Industrie hat sich gebessert

Die Einschätzungen zu den Geschäftsaussichten bleiben laut einer IWH-Umfrage in Ostdeutschland weiterhin pessimistisch. Dennoch überwiegen in der Tat die positiven Meldungen der Industrie.

HB BERLIN. „Der Saldo der positiven und negativen Meldungen zur aktuellen Geschäftslage legte gegenüber Juli deutlich zu“, teilte das IWH am Donnerstag zu seiner zweimonatlichen Umfrage unter rund 300 Firmen mit. Dagegen lägen Einschätzungen zu den Geschäftsaussichten nach der dritten Abnahme in Folge nur noch knapp über dem schwachen Vorjahresniveau, auch wenn 68 Prozent der Firmen ihre zukünftigen Geschäfte weiter positiv bewerteten.

„Damit scheinen die Hoffnungen auf eine baldige kräftige Konjunkturerholung allmählich zu schwinden“, erklärte das IWH. Der Anstieg des Ölpreis spiele dabei aber nur eine untergeordnete Rolle. Auch das Münchner Ifo-Institut hatte bei seinen Umfragen in diesem Jahr eine allmähliche Verbesserung der gegenwärtigen Lage festgestellt, während die Zuversicht unter den Firmen deutlich abnahm. Bei der IWH-Umfrage zog sich diese Entwicklung des Geschäftsklimas durch fast alle Bereiche der ostdeutschen Industrie. „Eine Ausnahme bildet der Investitionsgüterbereich.

Hier wurden nicht nur die Geschäftsaussichten, sondern auch die aktuelle Lage ungünstiger als im Juli beurteilt“, schreiben die Forscher. Im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz stellten die Maschinenbauer eine Verschlechterung der Lage fest, blickten aber optimistischer in die Zukunft. Während Nahrungsgüterhersteller uneingeschränkt zufrieden waren, sahen die Produzenten von Gebrauchsgütern wie Möbel, Spielwaren und Musikinstrumente den kommenden Monaten mit wenig Zuversicht entgegen.

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