Kieler Volkswirte
IfW erhöht Prognose für 2006

Die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr ihren konjunkturellen Höhepunkt erreicht haben. Das ist die Kernbotschaft der heute vorgelegten Konjunkturprognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). 2007 rechnen die Volkswirte mit einer Verlangsamung – und fordern konkrete Maßnahmen der Politik.

doh/HB BERLIN. Die Kieler Volkswirte erhöhen ihre Prognose für das laufende Jahr von 2,1 auf 2,4 Prozent. Im kommenden Jahr rechnen sie dagegen nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1,0 Prozent statt wie bislang um 1,2 Prozent. Die Mehrwertsteuererhöhung, höhere Zinsen und eine schwächere Weltkonjunktur werde dann die Wirtschaft dämpfen.

Während die privaten Konsumausgaben 2006 im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung um ein Prozent zulegen sollten, dürften sie im kommenden Jahr nur noch stagnieren, erwartet das IfW. Getragen werde das Wachstum vor allem von den Investitionen der Wirtschaft in Bauten und Ausrüstungsgüter. Der Export werde 2007 deutlich schwächer wachsen als im laufenden Jahr.

Die Verlangsamung könnte allerdings geringer ausfallen, wenn die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stärker gesenkt würden als bisher geplant, schreibt das IfW. „Die Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit gestattet eine Senkung um einen weiteren vollen Prozentpunkt“, heißt es.

Für den starken BIP-Anstieg in diesem Jahr spricht dem Institut an der Förde zufolge die bisherige Entwicklung. Die konjunkturelle Expansion habe in der ersten Jahreshälfte ein so hohes Tempo erreicht wie seit sechs Jahren nicht mehr.

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