Konjunktur
Briten verzeichnen Rekord-Staatsverschuldung

Die britische Regierung gerät weiter unter Druck: Die Staatsverschuldung in Großbritannien ist auf einen Rekordstand geklettert. Auch die Arbeitsmarktdaten fielen wenig positiv aus.

HB LONDON. Im vergangenen Finanzjahr 2008/09 sei die Verschuldung auf 90 Milliarden Pfund (101,4 Mrd Euro) gestiegen und damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1946. Das teilte die Nationale Statistikbehörde am Mittwoch in London mit. Die Verschuldung betrug 6,19 Prozent des Brutto- Inlandsproduktes. Es sind 55,3 Milliarden Pfund mehr als noch im Finanzjahr 2007/08. Im November hatte Finanzminister Alistair Darling noch vorausgesagt, dass die Verschuldung 78 Milliarden Pfund betragen wird.

Die Zahlen bringen Darling weiter unter Druck, der diesen Mittwoch seinen mit Spannung erwarteten Haushalt vorstellt. Experten gehen davon aus, dass Großbritannien im kommenden Finanzjahr sogar eine Neuverschuldung von 160 Milliarden Pfund ansteuert.

Auch die Zahl der Arbeitslosen stieg im März – wenn auch nicht so stark wie befürchtet. Auf Basis der nationalen Definition (Claimant Count) habe diese sich um 73 700 erhöht, teilte die britische Statistikbehörde National Statistics (NS) am Mittwoch in London mit. Ökonomen hatten einen stärkeren Anstieg um 120 000 erwartet. Im Februar war die Zahl noch um 136 600 angestiegen. Bei der „Claimant Count“-Methode werden nur diejenigen Arbeitslosen berücksichtigt, die aktiv Arbeit suchen und Unterstützung beantragen.

Die nach der Methode der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) ermittelte Zahl der Arbeitslosen kletterte in den drei Monaten bis Februar um 177 000 auf 2,1 Millionen. Das ist der Stärkste Sprung seit 1991. Die ILO-Arbeitslosenquote stieg von 6,1 Prozent auf 6,7 Prozent. Das ist die höchste Quote seit 1997. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten in den drei Monaten bis Februar um 0,1 Prozent

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