Konjunktur: Britischer Leitzins so niedrig wie noch nie

Konjunktur
Britischer Leitzins so niedrig wie noch nie

Die Bank von England hat sich mit einer weiteren kräftigen Zinssenkung gegen die Rezession gestemmt. Die Notenbanker setzten den Leitzins am Donnerstag auf 1,5 von 2,0 Prozent herunter. Die britische Regierung erwägt indessen, angesichts des lahmenden Kreditgeschäfts frisches Geld zu drucken.

HB LONDON. Der Schlüsselzins in Großbritannien steht damit auf dem tiefsten Stand in der 315-jährigen Geschichte der Notenbank. Analysten hatten die Entscheidung erwartet. Es handelte sich um die vierte Zinssenkung in Folge. Zum Höhepunkt des Bankenchaos im vergangenen September hatte der Zinssatz noch bei fünf Prozent gelegen. Parallel zu der Zinsentwicklung hatte auch das Pfund im Vergleich zum Euro stark an Wert verloren. Während man Anfang 2008 für ein Pfund noch 1,36 Euro bekam, waren es am letzten Handelstag vergangenen Jahres nur noch 1,04 Euro. Anfang 2009 erholte sich die britische Währung wieder und lag am Donnerstag wieder etwa bei 1,10 Euro.



Finanzminister Alistair Darling hatte am Vortag in einem Interview mit der "Financial Times" eingeräumt, dass über die Mechanismen der Finanzpolitik nachgedacht werden müssen, wenn der Zinssatz sich nahe Null befinde. Notenbank und Finanzministerium würden dabei "Hand in Hand" arbeiten. "Noch sind wir aber nicht so weit", sagte er.

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