Konjunktur
Chinas Angst vor der Inflation

Trotz der jüngsten Zinserhöhung bleibt die Inflation nach Einschätzung von Chinas Zentralbankchef Zhou Xiaochuan ein Problem. Die jüngste Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf 18,0 Prozent trat am Dienstag in Kraft. Mit verstärkten Kontrollen soll der Preisanstieg eingedämmt werden.
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HB PEKING. Die Wirtschaft des Schwellenlandes entwickle sich wie von der Zentralregierung geplant, sagte Zhou am Dienstag auf einer Konferenz. Das Wachstum habe eine solide Basis und komme wie erwartet voran. Die Preissteigerungen müssten jedoch im Auge behalten werden. "Der Aufwärtsdruck muss beobachtet werden. Wir werden weiterhin eine angemessene Ausweitung der Geld- und Kreditmenge sicherstellen", sagte er. Die jüngste Zinserhöhung um 50 Basispunkte auf 18,0 Prozent trat am Dienstag in Kraft.

Spekulationen über einen weiteren Zinsschritt belasteten zugleich die Börsen in China und auch andere asiatische Handelsplätze. Experten erwarten, dass er noch vor Jahresende kommt. Die Inflationsrate war im Oktober mit 4,4 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren gestiegen. Allein die Lebensmittelpreise legten um 10,1 Prozent zu.

China will die Inflation mit Preiskontrollen bekämpfen, zunächst bei Lebensmitteln. In einem zweiten Schritt werde die Volksrepublik zudem auch verstärkt gegen Spekulationsgeschäfte auf Mais oder Baumwolle vorgehen, berichteten staatliche Medien. Die oberste Planungsbehörde, die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform, erarbeite derzeit ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um die Verteuerung der Produkte abzubremsen, berichtete unter anderen das "China Securities Journal" auf seiner Titelseite. Genannt wurden neben Preisvorgaben Subventionen für den Konsum sowie ein Verbot von Wucher und des Hortens von Produkten. Zudem könnten die Regionen dazu verpflichtet werden, die Preise für einen Korb von Lebensmitteln zu steuern.

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