Konjunktur
Chinas Preise für Lebensmittel steigen weiter

Die chinesische Bevölkerung ist verärgert, sie muss immer mehr für Lebensmittel bezahlen. Die Preise stiegen um 13,4 Prozent, im Juli waren es 14,8. Die Inflation betrug 6,2 Prozent.
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PekingDie Inflation in China hat sich im August leicht abgemildert, während die Nahrungsmittelpreise weiter besonders stark gestiegen sind. Der Verbraucherpreisindex legte um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt am Freitag in Peking berichtete. Im Vormonat lag die Teuerungsrate mit 6,5 Prozent noch auf dem höchsten Stand seit drei Jahren.

Die Nahrungsmittelpreise stiegen zum Ärger der Bevölkerung im August weiter stark um 13,4 Prozent - nach 14,8 Prozent im Juli.
Wegen der leichten Abschwächung der Inflation rechneten Beobachter damit, dass die Zentralbank mit einer weiteren Verknappung ihrer Geldpolitik möglicherweise noch warten wird. Die Notenbank hat in diesem Jahr bereits dreimal den Leitzins und sechsmal die Mindestanforderungen für das Kapital der Banken erhöht.

Die Erzeugerpreise stiegen im August allerdings auf 7,3 Prozent und lagen damit nur etwas niedriger als im Vormonat mit 7,5 Prozent. Experten rechnen mit einer Verlangsamung des bislang rasanten chinesischen Wachstums. Als Gründe wurden neben den Bremsmanövern der Zentralbank auch die Unsicherheiten für die Weltkonjunktur durch die Schuldenkrise in Europa und den USA genannt. Chinas Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 9,5 Prozent.

Das Statistikamt revidierte die Wachstumszahl für 2010 rückwirkend von 10,3 auf 10,4 Prozent. Grund waren Neuberechnungen der Industrieproduktion und im Dienstleistungssektor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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