Konjunktur
Deutsche erleiden erneut Reallohneinbußen

Die Reallöhne in Deutschland sind im ersten Quartal 2009 leicht gesunken. Als vorrangigen Grund nannte das Statistische Bundesamt den Anstieg der Verdienste. Besonders stark betroffen war demnach das Verarbeitende Gewerbe.

HB BERLIN. Die Deutschen haben zum Jahresauftakt trotz des scharfen Rückgangs der Inflation unter dem Strich Einkommenseinbußen erlitten. Um Preisveränderungen bereinigt hatten die Bundesbürger 2009 in den ersten drei Monaten 0,4 Prozent weniger in der Tasche als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Wichtigster Grund dafür ist der schwache Anstieg der Verdienste, ausgelöst durch deutlich gesunkene Sonderzahlungen. Zudem habe der verbreitete Einsatz von Kurzarbeit einen bedeutenden Einfluss, erklärten die Statistiker.

Im Durchschnitt verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ohne Sonderzahlungen 3108 Euro im Monat, das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Gewinnbeteiligung sanken zugleich aber um 7,9 Prozent.

Die bezahlte Wochenarbeitszeit im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor ging um 1,6 Prozent zurück. Besonders stark betroffen war dabei das Verarbeitende Gewerbe, wo im Durchschnitt 4,2 Prozent weniger gearbeitet wurde - hier sanken gleichzeitig die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste um 2,3 Prozent. Auch die Beschäftigten im Baugewerbe erhielten weniger Lohn, hier lag das Minus bei 1,3 Prozent.

In anderen Branchen konnten sich die Angestellten dagegen über kräftige Einkommenssteigerungen freuen, wie bei manchen Dienstleistern, die 5,9 Prozent mehr zahlten, bei Energieversorgern (plus 5,1 Prozent) und in der öffentlichen Verwaltung mit plus 4,8 Prozent.

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