Konjunktur
Deutsche Konzerne sind bestens gerüstet

Das Potenzial ist ungebrochen: Besser denn je sind Unternehmen aus Deutschland dafür gerüstet, schwächerem Wachstum und Problemen mit Banken zu trotzen. Drei Gründe für gesunden Optimismus in der Krise.
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FrankfurtVon Banken hat Berthold Beitz offenbar kein gutes Bild. Transparenz bei den Banken zu schaffen wäre, wie das Wasser aus dem Essener Baldeneysee abzulassen - dann kämen der ganze Müll und die Autowracks zum Vorschein. Von diesem Vergleich des langjährigen Krupp-Generalbevollmächtigten erzählte Beitz-Biograf Joachim Käppner, als ihm Ende vergangener Woche der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis 2011 für seine Arbeit über die Jahrhundertfigur verliehen wurde.

Beitz steht mit seiner Meinung nicht allein da. Viele Unternehmer in Deutschland teilen sie. Das demonstrierte vergangenen Monat beim Tag der Industrie der Gastgeber, der Chef des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel: Er rechnete ungewohnt scharf ab mit "Wolkenmachern in der Fiskal- und Finanzwirtschaft".

Diese Abkehr hat eine wichtige Folge: Viele, vor allem große Firmen, erkämpfen sich mehr finanzielle Unabhängigkeit - und sind vital und selbstbewusst wie lange nicht. Die gesunde Struktur vieler Unternehmen ist einer der Gründe dafür, dass in der aktuellen, konjunkturell höchst unsicheren Zeit ausgerechnet die für ihren Pessimismus berühmten Deutschen nicht verzweifeln müssen. Die Schuldenkrise im Euro-Raum wird die größte Volkswirtschaft des Währungsgebietes zwar stark beeinträchtigen - schon allein deswegen, weil die Euro-Zone noch immer der wichtigste Absatzmarkt für deutsche Exportunternehmen ist.

Einen entscheidenden Vorteil hat Deutschland aber gegenüber den meisten anderen Ländern: Die Firmen sind bestens gerüstet. Dafür sprechen im Wesentlichen drei Gründe.

Der erste Grund sind die beschriebenen Konsequenzen, die viele deutsche Unternehmen gezogen haben: Sie haben ihren Eigenkapitalanteil nach Aussage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags deutlich erhöht. Einer bislang unveröffentlichten Umfrage zufolge berichten Unternehmen, dass die Finanzierung aktuell kein gravierendes Geschäftsrisiko darstellt. Im Gegenteil: Die Situation habe sich für die meisten Unternehmen stabilisiert, zudem sie auch auf Alternativen wie Leasing zurückgreifen.

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Chancen durch Wachstumshunger in Schwellenländern

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