Konjunktur
DIW erwartet weniger Wachstum in Deutschland

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in diesem Jahr weniger wachsen wird als bisher angenommen. Auch die Weltkonjunktur entwickelt sich nur verhalten.
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BerlinDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognosen wegen der Flaute in Europa gesenkt. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland werde in diesem Jahr nur um 1,5 Prozent statt der bislang erwarteten 1,8 Prozent wachsen, teilte das Berliner Institut am Mittwoch mit. Für 2015 wurde die Zahl auf 1,8 von 2,0 Prozent zurückgenommen. „Auch Deutschland ist vor Rückschlägen nicht gefeit“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. „Die Risiken sind enorm, denn die Konjunktur im Euro-Raum läuft nach wie vor schleppend.“ Ziehe sie nicht bald stärker an oder spitze sich die Krise sogar wieder zu, „wird sich Deutschland dem nicht entziehen können“. In die Währungsunion gehen etwa 37 Prozent der deutschen Exporte.

Auch die Weltkonjunktur entwickele sich nur verhalten, erklärte das DIW. Hinzu komme die Unsicherheit aufgrund der Ukraine-Krise, die Exporte und Investitionen dämpfe. Fundament der deutschen Konjunktur bleibe die Konsumnachfrage, die sich auf eine anhaltend gute Arbeitsmarktlage und kräftige Lohnsteigerungen stützen könne. Auch die Realeinkommen steigen merklich, sagt das Institut voraus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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